Besucht uns auch auf…

„Legen Sie sich noch Vorräte für den Winter an, mit Weck- und Marmeladengläsern“, fragte Elvira Schmitt vom Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach gestern Nachmittag bei astreinem Herbstwetter (strömender Regen!) in die Runde. Diese wiederum bestand aus 20 „Mein schönes Land“-Lesern, die unserer Einladung in der vorigen Heftausgabe zu einer Führung während des Museums-Herbstfestes gefolgt waren. Nach der Begrüßung durch Margit Langer, Geschäftsführerin des Vogtsbauernhofs, folgte unsere Gruppe Elvira Schmitt durch das Museum. Und die gab freimütig Tipps zur Vorratshaltung und erklärte, wie früher für die kalten Monate vorgesorgt wurde, als es noch keine Tiefkühltruhen, Gelierzucker oder täglich frische Vitaminspender aus dem Supermarkt gab.

Elvira Schmitt vom Besucherservice des Freilichtmuseums weihte unsere Leser in die Geheimnisse der traditionellen Vorratshaltung ein.

So erfuhren unsere Leser zum Beispiel in der Küche des Tagelöhnerhauses, so heißt eines der historischen Gebäude auf dem Gelände, wie man Äpfel dörrt, frischen Apfelsaft so auf Flaschen zieht, dass er monatelang haltbar ist, und wie früher Konfitüre eingekocht wurden: „In Zeiten ohne Gelierzucker: einkochen, rühren, einkochen, rühren, einkochen und aufpassen, dass es nicht anbrennt“, erklärte Elvira Schmitt. Schließlich enthalten die meisten Früchte von selbst rund 70 Prozent Zucker.

Das sogenannte Tagelöhnerhaus stand ursprünglich in Oberprechtal im südlichen Schwarzwald und wird bald 200 Jahre alt.

 

Auf engstem Raum: In der Küche des Tagelöhnerhaus erklärte Elvira Schmitt unter anderem, wie man Konfitüre einkocht, Apfelsaft auf Flaschen zieht und Obst dörrt.

Im Kinzigtäler Speicher zeigte die erfahrene Haushälterin, dass Vorratshaltung auch reichlich Platz erfordert: „Wir befinden uns hier in einer Streuobstwiesen-Region, eine Familie hat früher also 2500-3000 Liter Apfelmost pro Winter eingelagert.“ Auch der Vitamin-C-Spender Nummer eins, das Sauerkraut, brauchte seine Fässer, um in ausreichenden Mengen vorrätig zu sein. Vor der Tür des Hauses wurde gerade Kohl gerieben – körperlich durchaus ein Kraftakt angesichts der Menge an Kohlköpfen, die ein Haushalt, der sich gerade auf den Winter vorbereitet, benötigt.

Vor dem Kinzigtäler Speicher gab Besucherführerin Bruni Schweizer (rechts) Einblicke in die Herstellung von Sauerkraut.

 

Süße Grüße aus der Streuobstwiesen-Region: Zwischendurch wurde ein Gläschen frischgepresster Apfelmost gezapft.

Trotz Schirmen und wasserfester Kleidung waren die meisten Teilnehmer nach einer guten Stunde durchgeweicht und durchgefroren. Weshalb sie die abschließende Einladung ins jüngst eröffnete Hermann-Schilli-Haus (ein weiteres Museumsgebäude) gerne annahmen. Dort warteten Kaffee, Tee und ein großes Stück Schwarzwälder-Kirsch-Torte auf unsere Leser. Die den wärmenden Abschluss gerne wahrnahmen, um sich untereinander ein wenig kennenzulernen.

Unsere Leser ließen sich vom strömenden Regen in Gutach keinesfalls die Laune verderben. Links im Bild: der Vogtsbauernhof aus dem Jahr 1612, nach dem das Museum benannt wurde.

 

Zum Abschluss der Führung wartete ein Stück Schwarzwälder-Kirschtorte.

 

Schaum mal an: Die aktuellen Hefte aus der „Mein schönes Land“-Familie.

 

In gemütlicher Runde im Hermann-Schilli-Haus wärmten sich unsere Leser bei Tee und Kaffee wieder auf.

 

Sabine Valha (links) und Anne Gutacker (zweite von links) aus der „Mein schönes Land“-Redaktion verabschiedeten die Teilnehmer mit einem kleinen (Heft-)Präsent.


Ein Kommentar zu “Apfelmost und Kirschtorte

  1. Es war ein schöner, lehrreicher Nachmittag, wenn auch verregnet.Wir wurden gut betreut und unterhalten und verköstigt😋 Auch die Mitbewinner/innen waren sehr nett. Nochmals vielen Dank.

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