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Die Bestseller-Autorin Gabriella Engelmann lädt zur friesischen Tee-Stunde auf ihrer Lieblingsinsel Föhr

friesische Teestunde Nordseeinsel Föhr gedeckter Tisch

Foto: MLK/ Michael Gregonowits

Der Wind pfeift über die nordfriesische Insel, Schilfgras und Menschen ducken sich weg. Gischtgekrönt und grau wogt die Nordsee. Es ist wahrhaft ungemütlich hier draußen. Doch dann kommt ein reetgedecktes Holzhaus in Sicht und es öffnet sich eine Tür. Gabriella Engelmann steht im Rahmen und streckt uns die Hand entgegen. Wir drängen herein in die gute Stube. Herrlich warm ist es hier. Und wie hübsch mit den weit über das Meer hinwegblickenden Fenstern, den getäfelten Wänden, dem zum Teil antiken Mobiliar sowie den Leselämpchen und Windlichtern in jedem Zimmer. Ein Ambiente, das nicht an Engelmanns Roman „Sommerwind“ erinnert, nein, eher an „Wintersturm“ und Rosamunde Pilcher. Die Autorin nimmt’s gelassen: Schönheit ist ihr nun einmal wichtig.

Wieder klopft’s an der Tür und Gabriela Engelmanns Freundin Güde tritt ein und ihre beiden Kindern Max und Lotta stürmen hinterher, die kleinen Helfer, die ihrer Mama bei der Herstellung von Butterkuchen, Schokoladen-Muffins und Waffeln mit heißen Kirschen zur Hand gehen sollen. Denn darin ist Güde eine Meisterin.

 

Als erstes wird der Butterkuchen angerührt und mit zwei Bechern Sahne „fluffig“ gemacht. Zwei kleine Finger tauchen blitzschnell in den Teig, bevor dieser im Ofen verschwindet. Nun schmilzt die Butter für den Guss im Topf. Max und Lotta dürfen den rieselnden Vanillezucker und die Milch unterrühren. Ein herrlicher Duft zieht durch die Räume, der durch das anschließende Backen von Waffeln und Muffins nicht kleiner wird! Doch weil die Autorin Pikantes noch mehr liebt als Süßes, steht auch noch eine Spinat-Lachs-Quiche auf dem Programm. Bei der friesischen Teestunde ist eben fast alles erlaubt, was schmeckt.

 

Inzwischen deckt Gabriella Engelmann im „kleinen Salon “ den Tisch. „Er ist so heimelig und wie gemacht für die Teezeit“, seufzt die Autorin. Wir stimmen zu. Und brauen uns erstmal einen starken Pharisäer zur Einstimmung, während der Tee auf dem Stövchen seine goldbraune Farbe annimmt. Schließlich dampft er in der blauweißen Schale. Wir lassen einen dicken Kluntje reinfallen, während die Kinder ihren Tee über die knackenden Kandisstäbchen laufen lassen. Schließlich kommen noch Sahne (Wölkchen) oder Zitrone hinzu. Wir blicken genüsslich über die reich gedeckte Tafel – und schlagen kräftig zu.

 

Den ausführlichen Bericht über unseren Besuch bei Gabriella Engelmann auf Föhr sowie Rezepte für die friesische Tee-Stunde findet ihr in der Januar/Februar-Ausgabe von „meine gute Landküche“.

illustrierte Schleswig-Holstein-Karte

Nordseeinsel Föhr

Butterkuchen mit Mandelkruste

Butterkuchen mit Mandelkruste

Feiner Butterkuchen mit Mandelkruste, Foto: MLK/ Michael Gregonowits

 

Für ca. 20 Stücke

Für den Teig

  • 400 g Sauerrahm
  • 325 g Zucker
  • 3 Eier
  • 325 g Mehl
  • 2 Pck. Backpulver

Für die Mandelkruste

  • 125 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • 3 EL Milch
  • 200 g Mandelblättchen

Den Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Sauerrahm, Zucker und Eier verrühren. Das Mehl mit Backpulver mischen, unterrühren und den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen. Kuchen ca. 20 Minuten vorbacken.

Inzwischen für den Guss die Butter bei milder Hitze in einem kleinen Topf schmelzen. Zucker, Vanillezucker und Milch unterrühren, mit einem Löffel auf den vorgebackenen Kuchen geben. Mit Mandelblättchen bestreuen, weitere 10–15 Minuten backen.

Tipp:
Wer den Kuchen gern mit mehr Biss mag, kann für den Belag auch Mandelstifte verwenden.

 

Ein Gastbeitrag von

Cover von meine gute Landkueche Ausgabe 01/2016

meine gute Landkueche Ausgabe 01/2016


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