Besucht uns auch auf…

Herdenchef, Weltmeister, Extremsportler: Das hochtalentierte Energiebündel ist kein Hund für schwache Nerven. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Rassen-Porträt in der neuen Zeitschrift HELDORADO.

Beim Hueten ©Juergen Hoeck

Border Collie beim Hüten (Foto: Jürgen Höck)

Mit 18 Kilo Eigengewicht vor einem Schaf mit 80 Kilo zu stehen und ihm den eigenen Willen aufzuzwingen, erfordert gesundes Selbstbewusstsein. Der aus England stammende Hütehund meistert diese Aufgabe auf seine eigene Weise: Tief über den Boden geduckt, mit einer wolfsähnlichen Körperhaltung und eindringlichem Blick kontrolliert er die Herde.

Auf leisen Sohlen naht der Border Collie heran ©Juergen Hoeck

Auf leisen Sohlen naht der Border Collie heran (Foto: Jürgen Höck)

„Wann immer es darum geht, eine Schafherde zu verladen oder einzelne Tiere zu separieren, ist der Border Collie unschlagbar“, erklärt André Roller, Leistungsrichter beim Club für britische Hütehunde und selbst passionierter Schäfer. Die Rasse erledigt diese Aufgaben mit einer gewissen Eigenständigkeit, löst Probleme durchaus alleine. Auf öffentlichen Hüte-Trials kann man die Arbeit am Vieh auch als Außenstehender beobachten. Es ist faszinierend, wie der Hund eine Gruppe Schafe durch einen Hindernis-Parcours lotst.

Inzwischen gibt es neben den reinen Arbeitslinien auch sportlichere Züchtungen. Diese Rasse bringt viel Talent für die fokussierte Arbeit beim Obedience mit und ist ein toller Teamkollege fürs Agility. Bei den Weltmeisterschaften beider Sportarten stehen Border Collies ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Border Collie langhaar ©Club fuer britische Huetehunde

Langhaar Border Collie (Foto: Club für britische Hütehunde)

Aber so viel Freude die außergewöhnlich hohe Intelligenz, der „will to please“ und die Sportlichkeit des Border Collies einerseits bereiten, so problematisch wird der Umgang mit auf- bzw. durchgedrehten Artgenossen, die plötzlich Ameisen oder Regentropfen hüten.

Ausgelassene Welpen beim Spielen (Foto: Club für britische Huetehunde)

Ausgelassene Welpen beim Spielen (Foto: Club für britische Hütehunde)

„Oft denken die Besitzer, dass die Hunde den ganzen Tag beschäftigt werden müssen. Sie werden dann von klein an hochgepusht. Border Collies müssen aber auch lernen zu entspannen und nichts zu tun“, erklärt Daniel Schröder, Agilitytrainer und Team-Weltmeister. Es liegt in der Verantwortung des Besitzers, eine harmonische Balance zwischen Beschäftigung und Ruhe zu finden und den Border Collie vor seinem eigenen Eifer zu beschützen.


Mehr zu diesen besonderen Hunden sowie unzählige spannende Themen findet ihr in dem neuen Heft HELDORADO.


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