Besucht uns auch auf…

Am Wochenede war Volontärin Eva in ihrer Heimat und hat dort die Aussicht auf die Alpen genossen. Zum dritten Mal fand in Berchtesgaden das Jakobifeuer statt – diesmal leider nur von kurzer Dauer.

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Das Jakobifeuer ist ein alter, fast vergessener Brauch, der um Jakobi, also an 25. Juli begannen wird. In der Mitte des Almsommers haben Bauern auf den Almen rund um den Königssee ihre Senner, Sennerinnen und Holzknechte auf eine Brotzeit und ein Bier eingeladen und ein kleines Feuer gemacht. Das Feuer war aber sehr viel kleiner als die bekannten Sonnwendfeuer. Stefan Lang, Vorsitzender der Weihnachtsschützen Berchtesgaden-Markt, hat einen Artikel darüber gelesen und sich gedacht, so etwas auch mal zu veranstalten. Weil es so gut von den Einheimischen angenommen wurde, fand es bereits zum dritten Mal statt.

Als ich am Wochenende dort war, war es ein sehr heißer Tag, Abends hatte es noch über 30 Grad. Der Weg zur Kapelle ist eigentlich nicht weit, aber bei der Hitze die steilen Treppen in langer Hose hochlaufen war keine so gute Idee. Nach einer kurzen Verschnaufpause bot sich aber ein wunderschöner Blick, der die kleine Anstrengung wert war. Die Stimmung oben war gut: Alle Bierbänke waren besetzt, Blasmusik spielte, die Leute ließen sich ihr Bier schmecken und es roch nach Grillsemmeln – so kenn‘ ich meine Heimat.

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Leider meinte es das Wetter nicht ganz so gut mit uns. In der Ferne blitze und donnerte es schon gewaltig und eine Bierbank auf einem Berg ist da nicht gerade der sicherste Platz. Das dachten sich wohl die meisten Besucher, sie packten eilig ihre Sachen und liefen zu ihren Autos.

Der Platzregen dauerte zwar nicht lange, aber leider war alles nass und die Stimmung war dahin. So wurde es leider ein kurzer Abend beim Jakobifeuer. Trotzdem war es ein schönes Erlebnis, das ich schon viel früher hätte mitmachen sollen. Aber manche Dinge schätzt man eben erst, wenn man sie nicht mehr vor der Haustüre hat.

 

(c) Bilder oben: Eva Goldschald

(c) Bilder Galerie: Markterer Weihnachtsschützen


Eva Goldschald


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