Besucht uns auch auf…

Wer eine Ernte-Pause braucht und in diesem Sommer noch nicht so richtig zum „In-der-Hängematte-lesen“ gekommen ist, der kann auf einen goldenen Herbst hoffen – und schon mal dieses Buch bestellen: Das neueste Werk des italienischen Pflanzenforschers Stefano Mancuso ist eine äußerst unterhaltsame Lektüre über die Natur und ihre Liebhaber.

Der florentinische Biologie-Professor stellt Botaniker, Genetiker und Philosophen, aber auch Landwirte und schlichte Liebhaber aus fünf Jahrhunderten vor. Ihnen allen gelangen aus einer tiefen Faszination für die Welt der Pflanzen entscheidende Entdeckungen. Und jedes dieser Erkenntnisse formte die Gesellschaft, in der wir heute leben.

Erdnuss-Studie von George Washington Carver

Da wäre beispielsweise Leonardo da Vinci, der studierte, wie Blätter Sonnenlicht einfangen und in welchem Verhältnis Baumringe zu den Jahren stehen – Generationen bevor diese Phänomene zum Allgemeingut wurden. Oder Johann Wolfgang von Goethe, der auf der Suche nach der Urpflanze, auf der Suche nach dem einheitlichen Organisationsplan des Lebens war. Charles Darwin entwickelte dagegen eine „Theorie zum Wurzelgehirn“: Die ersten Beweise für die Evolutionstheorie, die ihn später berühmt machen sollte, gewann er überwiegend durch Beobachtung von Pflanzen.

Der Erdnuss-Pionier George Washington Carver

Der Pflanzenforscher Charles Darwin

Nikolai Wawilow wollte Russland mit Hilfe einer gigantischen Samenbank Nahrungssicherheit schenken. Und George Washington Carver, der als erster Schwarzer an einer Universität studierte, war derjenige der – heute kaum noch vorstellbar – die Amerikaner erst von der Essbarkeit der Erdnuss überzeugte.

Die größte Blume der Welt, Titanwurz (amorphophallus titanum)

Diese Lektüre ist spannend zu lesen und klingt teils fantastisch, teils futuristisch – und zeigt einmal mehr, wie unglaublich spannend die Welt der Pflanzen ist.

Stefano Mancuso: „Aus Liebe zu den Pflanzen“, Verlag Antje Kunstmann, 176 Seiten, 22,00 Euro, ISBN 978-3956141706


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