Besucht uns auch auf…

In wenigen Stunden ist es so weit: Wir sagen dem alten Jahr Lebewohl und begrüßen das neue Jahr, von dem wir hoffen, dass es ein Gutes für uns werden wird. Die Menschen haben sich mit der Zeit einige Orakel und Wahrsagebräuche ausgedacht.

Bleigießen (Foto: thongsee/Fotolia)

Beliebtes Orakel: Bleigießen. (Foto: thongsee/Fotolia)

Bleigießen ist heute noch eine sehr beliebte Möglichkeit, um sich die Zeit bis Mitternacht zu verkürzen und dabei schon etwas darüber zu erfahren, was das neue Jahr bringen wird. Früher nutzte man dafür auch gern Wachs. In einem alten Löffel wurde es über einer Kerze verflüssigt und in kaltes Wasser gegossen. Die entstandenen Gebilde wurden dann nach alten Überlieferungen (und häufig mit viel Fantasie gedeutet). So ließ ein Adler auf eine baldige Heirat schließen. Wer einen Stern zu erkennen glaubte, der durfte auf Glück hoffen. Ein Kreuz allerdings verhieß nichts Gutes, sondern kündete von Leid.

Auch ein Gesangsbuch oder die Bibel wurde gern zur Zukunfsdeutung genutzt: Mit einer Stricknadel fuhr man in das geschlossene Buch und schlug so blind eine Seite auf. Der Vers auf der aufgeschlagenen Seite sollte ein Hinweis auf das sein, was denjenigen im neuen Jahr erwartete.

Beliebt waren auch Traumpfannkuchen: Sie sollten dafür sorgen, dass Mädchen im Traum ihren Zukünftigen sahen. Dazu mussten sie aber schweigend und ohne zu lachen den Teig für Pfannkuchen zubereiten und auch schweigend essen.

Auch das Wetter in der Neujahrsnacht sollte etwas über das kommende Jahr verraten: Kam der Wind von Osten, sollte es ein gutes Obstjahr werden. Kam er allerdings von Norden, hieß das, dass die Menschen mit Sturm und Kälte rechnen mussten.

Vielleicht sucht Ihr heute Abend auch in Bibeln oder Wachsgebilden nach Hinweisen die Euch etwas über die Zukunft verraten.

Wir wünschen Euch in jedem Fall alles Gute für das neue Jahr und halten es wie Wilhelm Busch:

 

Will das Glück nach seinem Sinn

dir was Gutes schenken,

sage Dank und nimm es hin

ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,

doch vor allen Dingen:

das, worum du dich bemühst,

möge dir gelingen.

 

Quelle: Feste und Bräuche im Jahreslauf, Ulmer Verlag, Foto: thongsee/Fotolia


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