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Marienkäfer, Spatz und Co. sind emsige Helfer im Kampf gegen lästige Schädlinge im Garten. Die kleinen Nützlinge sind effizient und weitaus schonender als der Einsatz von Pestiziden, Schneckenkorn und anderen giftigen Substanzen. In einem naturnahen Garten mit Strauch, Hecken und Blütenbereichen, fühlen sich die kleinen Helfer pudelwohl.

Wir wollen euch heute vorstellen, welche Nützlinge wir gegen lästigste Schädlinge einsetzen können und was hilft, um sie zu fördern und dauerhaft im Garten zu halten.

 

Schädling: Blattlaus

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Nützlinge:

 

MD1404_FOTOLIA_1885428∆Marienkäfer

Der kleine, gepunktete Käfer wohnt bevorzugt unter Laub- und Steinhaufen und in Pflanzen- oder Grasbüscheln. Der Marienkäfer ist ein sehr effektiver Blattlaus-Vertilger, denn er und seine Larven leben sehr räuberisch. Jeder Einzelne von ihnen verspeist im Laufe seiner Entwicklung mehrerer Hundert Blattläuse, Spinnmilben und andere Schädlinge.

Um ihn anzusiedeln, ist es wichtig, ihm ausreichend Versteckmöglichkeiten im Garten anzubieten. Deshalb den Garten nicht penibel aufzuräumen, sondern Bereiche lassen, in denen sich die Natur frei entfalten kann. Ein Marienkäfer-Haus im Obstbaum aufgehängt ist ein sehr effizienter Schutz vor Läusebefall.

 

Ohrwurm

bfpreis:C M BSV;Die nachtaktiven Insekten leben bevorzugt in Laub- und Reisighaufen, unter Steinen und in Ritzen von Steinmauern. Auf dem Speiseplan des Ohrwurms steht vorwiegend tierische Nahrung wie Blatt- und Blutläuse, Spinnmilben und andere kleine Insekten.

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Ohrwurmtöpfe, in den Bäumen befestigt, können ganz gezielt zur Jagd auf Läuse eingesetzt werden. Dabei werden die, mit Stroh oder Holzwolle gefüllten Tontöpfe so im Baum befestigt, dass die untere Öffnung einen Ast oder Stamm berührt. Von dort aus vertilgen sie dann auf ihren nächtlichen Streifzügen viele der kleinen, unerwünschten Blutsauger.

 

Schädlinge: Schnecken, Raupen, Käfer, kleine Insekten

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Nützlinge:

 

Laufkäfer  

Carabus auratusDer schillernde Käfer lebt unter Laub und Reisig, in Steinritzen und Steinhaufen. Sein Panzer zeigt ein erstaunliches Farbspektrum von intensiv schwarz bis zu metallischem Gold.

Auf dem Speiseplan des Laufkäfers finden sich Blattläuse, Kartoffelkäfer, Raupen und sogar Nacktschnecken. Der Käfer kann sage und schreibe das Dreifache seines eigenen Körpergewichts verspeisen. Er braucht im Garten schattige, feuchte Versteckmöglichkeiten z.B. Strauchquartiere und geschützte Stein- und Asthaufen.

 

Vogel   MD1404_FOTOLIA_2523233∆

Vögel jagen gerade jetzt im Frühjahr, zur Aufzucht der Jungen, große Mengen an Insekten, Raupen und anderen kleinen Insekten. Gegen Schädlinge wie dem Apfelwickler und der Kirschfruchtfliege ist ein Vogelnistkasten in Baumnähe der beste Vorsorgeschutz. Damit kein Schaden am Obst entsteht, ausreichend Wasser zur Verfügung stellen. So können die kleinen Freunde Ihren Durst stillen und vergreifen sich nicht an den reifen Kirschen.

In unseren Gärten können wir die gefiederten Nützlinge durch strukturreiche Pflanzungen mit Wildhecken, heimischen Bäumen und blühenden Wiesen anlocken.

 

Anbringen von Nistkästen 

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Vor allem Meisen, Kleiber, Gartenrotschwanz und Feldsperlinge freuen sich über ein neues Zuhause im Garten. Die Kästen in ca. 2-3 m Höhe anbringen und Richtung Osten oder Südosten ausrichten. So sind die kleinen Bewohner gut gegen Regen, starke Sonneneinstrahlung und auch räuberische Feinde geschützt.

Wer im Nistkasten wohnt, entscheidet der Durchmesser des Einflugloches: Blaumeise 26 mm, Kohlmeise 30 mm, Kleiber 32 mm, Gartenrotschwanz 50 mm

 

Igel MD1404_FOTOLIA_2405437∆_Igel

Der nachtaktiven Igel braucht, um sich gut mit Nahrung zu versorgen ein sehr großes Revier. Wer ihn im Garten als emsigen Helfer gegen Nacktschnecken, Raupen und Käfer einspannen möchte, sollte ihm freien Zugang zum Garten gewähren (keine durchgehenden Zäune und Mauersockel)

Um den standorttreuen Gefährten dauerhaft im Garten zu halten, braucht er ungestörte, geschützte Bereiche als Versteckmöglichkeit und Unterschlupf. Achtung: Wer Igel im Garten haben möchte, sollte auf keinen Fall giftiges Schneckenkorn verwenden.

 

Sonstige Nützlinge: wichtige Bestäuber

 

Hummel bfpreis:C  BSV;

Das pelzige Insekt lebt in verlassenen Mäusenestern, in hohlen Bäumen, Holzstapeln und in Trockensteinmauern. Hummeln sind sehr emsige Bestäuber, sie besuchen täglich mehrere Tausend Blüten und sind im Vergleich zu Bienen selbst bei sehr kalten Temperaturen noch in der Lage auf Nahrungssuche zu gehen.

Um sie anzulocken, sollte man ihnen ein ganzjähriges Angebot an Nektar und Pollen bereitstellen. Blütenhecken, Kräuterwiesen und naturnahe Staudenbeete locken die emsigen Helfer an.

Nisthilfe für Hummeln bfpreis:C  BSV;

Wer der Erd-Hummel Königin im Frühjahr beim Nestbau helfen möchte, setzt einen zur Hälfte mit Holzwolle gefüllten Blumentopf verkehrt herum in den Boden. Eine Unterlage aus Kies sowie ein Holzbrett, wenige Zentimeter über der Öffnung halten die Feuchtigkeit fern.

 

 

Wildbiene
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Ohne diese, sehr kältetolerante, Insektenart würde unsere Ernte in manchen Jahren wesentlich geringer ausfallen. Im Vergleich zur wärmebedürftigen Honigbiene sind Wildbienen bereits ab 10 °C auf Nektarsuche. Auch in ihrer Lebensform zeigen sich Unterschiede, so bilden sie keinen Staat, sondern leben alleine und bauen ihre Nester in hohlen Stängeln, morschem Holz oder auf offenen, trockenen Bodenflächen.

Wildbienen werden durch alles was blüht angelockt. Deshalb ist es wichtig, das ganze Jahr über, ein breites Spektrum an reich blühenden Obstbäumen, Stauden und Kräuter bereitzustellen. Wichtig: Keine gefüllten Blüten, wie z.B. spezielle Züchtungen von Dahlien oder Petunien, pflanzen, da sie kaum Nektar enthalten.

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Um Wildbienen einen Nistplatz zu bieten, kann ein fertiges Insektenhotel, z.B. aus dem Baumarkt besorgt werden. Als Alternative nimmt man einen unbehandelten Holzbalken und bohrt Löcher von unterschiedlicher Größe hinein. (Von 2 bis 8 mm Durchmesser und 10-facher Tiefe) Wichtig: Nicht ganz durchbohren, sonst werden die Röhren nicht besiedelt. Dann die Bohrgänge am Eingang glatt schleifen und den Holzstaub aus den Röhren klopfen. Den Balken an einem wettergeschützten Platz aufhängen und gegebenenfalls mit einem kleinen Dach versehen.

 

Fotos: Susanne Güttler/Fotolia.de; MSG/Dieke van Dieken; Carola Schubbel/Fotolia.de; Fotolia/M.R. Swadzba; MSG/Folkert Siemens; MSG/Martin Staffler(3); makuba/Fotolia.de; delmo07/Fotolia.de; Bund deutscher Staudengärtner; MSG/Leonie Pricking

Illustration: MSL/Sylvia Bespaluk

 

Dieser Beitrag wurde von unserer Praktikantin Elena verfasst


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