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Auf den Höfen und Hütten im wildromantischen Pfitschtal gibt es viel zu entdecken. Unsere Autorin Felicitas Rohrer nimmt euch mit auf eine kulinarische Wanderung

MLK/ Michael Gregonowits

Im Pfitschtal genießen Wanderer die Natur und Südtiroler Spezialitäten gleichermaßen

Als hätten wir, Fotograf Michael und ich, mit dem knarzenden Holztor die Tür zum Paradies aufgestoßen – so fühlen wir uns, als wir nach ein paar Metern durch den Wald vor dem tosenden Moaßl-Wasserfall im wildromantischen Pfitschtal (Südtirol) stehen. Zwei Seelen, nur mit der Natur im Bund. Großartig.

Doch irgendwann grummelt unser Magen. Und wir machen uns auf zur ersten von fünf Etappen unserer kulinarischen Wanderung – der Allrissalm, die von Familie Staudacher betrieben wird. Maria Staudacher hat sich auf Knödel und Kaiserschmarrn spezialisiert.

Bei Familie Staudacher gibt aber auch die für Südtirol typischen Krapfen an, mit Schwarzbeeren, Mohn oder Äpfeln gefüllt. Wir inhalieren den Duft, beißen in einen hochleckeren Apfelkrapfen, um den ärgsten Hunger herunterzuschlucken und verlassen den Dolomieu-Wanderweg weiter in Richtung Bacherhof, wo wir auf 1250 Meter Höhe Quartier machen.

 

MLK/ Michael Gregonowits

Der Bacherhof in Pfitsch liegt wildromantisch direkt am Waldrand

Hier hält Maria Hofer das Küchenzepter in der Hand. „Ich koche das, was die Region ausmacht“, erklärt sie kurz. Und was steht heute auf dem Speisezettel? „Schlutzkrapfen“, meint sie und wir nicken, ohne recht zu wissen, was uns erwartet. Eine halbe Stunde später dampft es vom Teller und herrliche kleine, mit Spinat und Parmesan gefüllte Teigtäschchen lachen uns an. Wir schlagen uns den Bauch voll. Man schmeckt beim mitverarbeiteten Bauerntopfen buchstäblich das Alm-Aroma heraus, herrlich!

Am nächsten Morgen stärken wir uns mit selbstgemachter Marillenmarmelade (Marillen = Aprikosen) und Bergkäse. Dann schnüren wir die Wanderstiefel – auf zum Pretzhof, dem Aushängeschild der naturbelassenen Küche Südtirols. Auf dem Hof wird fast alles hergestellt, was auf den Tisch kommt: Mehl, Wurst, Käse, Milch, Brot. Wir bestellen eine hochwürzige „Unkrautsuppe“ mit Brennnessel, Löwenzahn, Sauerampfer und wildem Spinat.

MLK/ Michael Gregonowits

Aus dem Garten auf den Tisch: Vieles was im Gasthof Pretzhof serviert wird, wächst direkt vor dem Haus

Mit dem Duft vom Heuen in der Nase verabschieden wir uns zu den Kräutergärten Wipptal. Hier werden auf zwei Höfen Heil- und Würzkräuter nach biologischen Richtlinien angebaut und zu Tees, Kräutermischungen, Likören, Blütenzucker und Kosmetik weiterverarbeitet.

MLK/ Michael Gregonowits

Autorin Felicitas Rohrer schnuppert an den frisch geplückten Rosenblüten aus den Kräutergärten Wipptal

Wir schauen zu, wie Thymian getrocknet und gerebelt wird, lassen uns von Biologin Gabi Holzer in die Geheimnisse der Kräuterwelt einführen und reisen mit den neuen Erkenntnissen weiter, um die Südtirolreise dort zu beenden, wo sie angefangen hat: am Dolomieu-Wanderweg, diesmal auf der Vallmingalm.

Floragunde Obrist (ja, so schön können Namen sein!) schneidet uns von einem Laib Hartkäse eine dicke Scheibe ab. Wir beißen hinein und schauen uns an: Glück kann man wirklich schmecken. Ein ganzer Laib wandert in unseren Rucksack. Dann ist es Zeit zu gehen…

 

Ihr möchtet noch mehr über das Pfitschtal seine Almen und die köstlichen Spezialitäten erfahren?

meine gute Landküche Mai/Juni-Ausgabe

meine gute Landküche Mai/Juni-Ausgabe

Den ausführlichen Bericht von Felicitas findet ihr in der aktuellen „meine gute Landküche“-Ausgabe.


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Ein Kommentar zu “Zum Genussgipfel nach Südtirol

  1. Ich will auch einen Kräutergarten!! Der sieht echt schön aus und ist natürlich sehr praktisch, wenn man beim Kochen kurz etwas selbst pflücken und als Zutat verwenden kann. Ich freue mich schon auf meine Zeit in Schenna Südtirol wenn ich die Landschaft in vollen Zügen genießen darf.

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