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Mein gute Landküche

MGLKIm mecklenburgischen Hornstorf zieht Landwirtin Kirsten Dräger Gänse, Rinder und zwei Kinder groß
Kirsten Dräger hat eine riesige Speisekammer. Auf rund 300 Hektar bietet sie alles, worauf die 34-Jährige, ihr Mann und die beiden Söhne Appetit haben: Eier, Obst, Gemüse, Fleisch und Wurst.
Natürlich ist das keine gewöhnliche Vorratskammer. Kirsten Dräger ist Diplom-Landwirtin und gemeinsam mit ihrem Mann leitet sie den Familienbetrieb in Hornstorf bei Wismar.
Früh am Morgen gibt der Hahn mit seinem durchdringenden „Kikeriki“ den Startschuss für den Tag. Sind die Menschenkinder versorgt, kümmert sich die 34-Jährige um den tierischen Nachwuchs. Auf der Weide warten bereits die Kälbchen der Schottischen Hochlandrinder auf frisches Wasser. Auch das liebe Federvieh verzichtet nicht freiwillig auf das Frühstück. Schließlich mischt die Hausherrin den 100 Hennen, 60 Gänsen und deren Küken das Futter aus Haferflocken, Ei und gehäckselten Brennnesseln immer frisch.
Kaum hat Kirsten Dräger die Arbeit auf dem Feld und im Stall verrichtet, zieht es sie in die Küche – pünktlich um 12 Uhr serviert sie ihren Jungs und Ehemann Wieland das Mittagessen. Gegessen wird, was auf den Tisch kommt. Und was das ist, bestimmt die jeweilige Jahreszeit. „Eigene Produkte, die ich gerade zur Hand habe, sind mir wichtiger, als ein durchgeplanter Speisezettel“, erklärt die Landwirtin. Da kommt es hin und wieder vor, dass der Festtagsbraten an einem ganz gewöhnlichen Wochentag auf dem Tisch steht.MLK_2014_05_Cover
Während das Fleisch im Ofen schmort, schaut Kirsten Dräger im Hofladen vorbei. Dort verkauft die Familie selbstgemachte Konfitüren und Gelees, Obst und Gemüse, Milchprodukte, Fleisch, Wurst und viele andere Köstlichkeiten.

Wollt ihr ein bisschen Landluft schnuppern? Dann schaut bei Familie Dräger (www.hofladendraeger.de) im mecklenburgischen Hornstorf vorbei.
Den ausführlichen Bericht über die Landwirtin, den Hofladen und alle Rezepte findet ihr in der September/Oktober-Ausgabe von Meine gute Landküche.

MLK

 

Mecklenburger Rippenbraten vom Wildschwein

Für 4 bis 6 Portionen

MLK1,75 kg Rippenbraten vom Wildschwein abbrausen, trocken tupfen. An den Knochen entlang eine Tasche in das Fleisch schneiden. Wenn der Braten eine Schwarte hat, diese vorher für eine Kruste karoförmig einschneiden. Ofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. 3 säuerliche Äpfel (z.B. Boskop) waschen, vierteln, Kerngehäuse herausschneiden. Äpfel in Stücke schneiden, mit 1-2 TL Zucker bestreuen. Mit 225 g getrocknete Pflaumen (entsteint) und getrockneten Thymian mischen. Rippenbraten innen, außen mit Salz einreiben, füllen. Öffnung mit Holzspießchen oder Rouladennadeln verschließen. Rundherum pfeffern. 2 EL Butterschmalz in einen Bräter geben, im Ofen erhitzen. Fleisch mit der Schwarte nach oben hineinlegen. Nach ca. 15 Minuten ca. 300 ml Wasser angießen. Weitere 1½–1¾ Stunden garen, dabei gelegentlich mit dem Fond übergießen. Zum Schluss Oberhitze auf ca. 210 Grad erhöhen oder Ofengrill zuschalten, die Schwarte knusprig werden lassen. Braten herausnehmen. Fond nach Wunsch für eine Soße verwenden: Etwas Füllung darin pürieren, abschmecken und evtl. binden.

 

Auch lecker: Gefüllte Kalbsbrust mit Pilzen und Spätzle!

Dieses Rezept ist ein Gastbeitrag von:
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Fotos: MLK/Margit Wild (3); Karte: MLK/Claudine Panagopoulos

 


Landküche Redaktion


2 Kommentare zu “Glücks-Genuss aus der Heimaterde

  1. Das liest sich aber lecker. Kann man das auch mit anderem Fleisch machen? Wildschwein ist nicht so meins und ich wüsste auch nicht, wo ich das kaufen sollte.

    LG, Kerstin

  2. Liebe Kerstin,

    vielen Dank für Ihre freundliche Nachricht.
    Sie können das Rezept auch mit dem Fleisch vom “normalen” Hausschwein nachkochen, es muss nicht zwingend Wildschweinfleisch sein.

    Wir wünschen guten Appetit und weiterhin viel Freude mit unserem Blog

    Herzliche Grüße
    Ihr Team von Mein schönes Land

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