Besucht uns auch auf…

Für die meisten Landgärtner ist es kein Geheimnis mehr: Der Herbst ist die Pflanzzeit für Zwiebelblumen – und bis dahin haben wir zum Glück noch ein paar Wochen Zeit und können den sommerlich blühenden Garten genießen. Doch da es keine Regel ohne Ausnahme gibt, sollten alle, die sich im kommenden Frühling an den imposanten Kaiserkronen (Fritillaria imperialis) erfreuen möchten, jetzt zur Pflanzschaufel greifen.

Orangefarbene Kaiserkronen in einem Beet in einem Bauerngarten

Die imposanten Kaiserkronen (Fritillaria imperialis) sind klassische Bauerngartenpflanzen, die von Mai bis Juni blühen. Bereits im Hochsommer setzt man die großen Zwiebeln ins Beet, da sie ausreichend Zeit benötigen, um bis zum Winter einzuwurzeln. (Foto: Bettina Rehm-Wolters/MSG)

Im August befinden sich Kaiserkronen noch in ihrer Ruhephase, die sie im folgenden Monat beenden werden. Kommen sie nun in die Erde, können die Zwiebeln gleich nach Beendigung der Vegetationspause im September, mit dem nötigen Wurzelwachstum beginnen und ein ausreichend großes Wurzelwerk bis zum Winter ausbilden. Der während der Sommerwochen aufgewärmte Boden kommt ihnen dabei zugute. Im Frühling treiben sie dann verlässlich aus und öffnen ab Mai ihre großen glockenförmigen Blüten, die von einem Blattschopf gekrönt werden. Auch ihre nahen Verwandten, die Persische Kaiserkrone (Fritillaria persica) und die Schachbrettblume (Fritillaria melagris), bevorzugen einen solch frühen Pflanztermin.

Die weißen, fleischigen Zwiebeln der Kaiserkrone

Die fleischigen Zwiebeln der Kaiserkrone können faustgroß werden. Aus der deutlich sichtbaren Vertiefung ist im vorhergehenden Frühling der Blütenschaft hervorgewachsen. Wenn ihr die Zwiebeln pflanzt, solltet ihr diese leicht schief ins Pflanzloch setzen. So kann sich keine Feuchtigkeit in dieser Vertiefung sammeln, die sonst zu Fäulnis führen würde.

Die Kaiserkrone benötigt im Beet einen tiefgründigen und nährstoffreichen Boden. Wichtig ist außerdem, dass der Boden gut durchlässig ist, sich also keine Feuchtigkeit sammelt, da die fleischigen Zwiebeln sonst faulen können. Ein weiterer Schutz vor Fäulnis ist, am Grund des Pflanzlochs eine dünne Schicht Sand zu geben, auf die man dann die Zwiebel setzt. Zudem pflanzt man Kaiserkronenzwiebeln leicht schief, damit sich keine Feuchtigkeit in der Vertiefung sammeln kann, aus der in diesem Frühjahr der Blütenschaft ausgetrieben ist. Das Pflanzloch sollte etwa 20 Zentimeter tief sein. Gemeinhin gilt die Faustregel, dass man die Zwiebel drei Mal so tieft einpflanzt, wie diese hoch ist. Möchte man mehre Kaiserkronen nebeneinander pflanzen, lässt man jeweils einen Abstand von rund 50 Zentimetern.

Persische Kaiserkronen mit pflaumenblauen Blüten in einem Bauerngarten

Die Persische Kaiserkrone (Fritillaria persica) ist eher selten in unseren Gärten anzutreffen. (Foto: Bettina Rehm-Wolters/MSG)

Schön lassen sich orangefarbene und gelbe Sorten der Kaiserkrone im Beet miteinander kombinieren. Auch die Persische Kaiserkrone, die weit weniger bekannt ist, eignet sich als attraktive Begleiterin. Sie wird rund einen Meter hoch. Ihre dunklen, pflaumenblauen Blüten sind kleiner als die ihrer Verwandten, auch der auffallende Blattschopf fehlt. Blütezeit ist von April bis Mai.

Die zierliche, purpurfarbene oder weiße Schachbrettblume verlangt dagegen nach einem ganz anderen Standort. Auch sie mag es zwar sonnig, benötigt jedoch einen feuchten Boden – und natürlich werden ihre kleinen Zwiebeln bei weitem nicht so tief gepflanzt; rund acht Zentimeter sollten genügen.

Purpurfarbenen Schachbrettblumen im Topf

Die Schachbrettblume (Fritillaria melagris) ist mit der Kaiserkrone verwandt. Sie liebt  feuchte Standorte, beispielsweise in einer Wiese oder am Teichufer. Hübsch sieht sie aber auch im Topf aus. (Foto: Beate Leufen-Bohlsen/MSG)

Dieser Artikel wurde erstellt von Susann Hayn aus der Redaktion Mein schöner Landgarten.


Diese Beiträge könnten euch auch noch interessieren:


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.