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Den Sommer über haben wir uns auf der Terrasse an den Kübelpflanzen erfreut, doch nun kommt die Zeit, die mediterranen Lieblinge nach und nach ins Winterquartier einzuräumen. Nicht alle Pflanzen sind gleich frostempfindlich. Während ihr empfindliche Arten wie das Wandelröschen bereits vor den ersten Nachtfrösten schützen solltet, vertragen robuste Kübelpflanzen wie Oleander und Granatapfel durchaus leichte Minustemperaturen. In klimamilden Regionen, vor allen in den Weinbaugebieten, kann es sogar genügen, die Gefäße von Olive, Lorbeer und Feige gut mit Kokosmatten einzupacken und die Pflanzen über den Winter an eine geschützte Stelle beim Haus zu stellen. Da die Bedingungen in den Winterquartieren nicht immer optimal sind, sollte die Aufenthaltsdauer der Pflanzen dort so kurz wie möglich sein.

Mann transportiert im Garten einen Olivenbaum mit der Sackkarre ins Winterquartier

Ein Olivenbaum verträgt Temperaturen bis –12 °C und muss daher nicht bei den ersten leichten Nachtfrösten eingeräumt werden. Besser ist es, die Pflanze so lange wie möglich draußen zu lassen. Foto: Bodo Butz/MSG

Kübelpflanzen stellen je nach Art an ihr Quartier unterschiedliche Ansprüche. So benötigt beispielsweise der Olivenbaum (Olea europaea) für die Überwinterung einen Raum mit Temperaturen zwischen fünf und zwölf Grad, der Oleander fühlt sich bei ca. acht Grad wohl. Der Raum sollte außerdem sehr hell sein. Vergesst nicht das regelmäßige, aber nicht zu starke Gießen der immergrünen Pflanzen. Auch der Zier-Granatapfel (Punica granatum ‘Nana’) mag Temperaturen zwischen fünf und zwölf Grad, verträgt aber mehr Dunkelheit als Olive und Oleander, da der filigrane Strauch im Herbst seine Blätter verliert.

Das Wandelröschen (Lantana camara) kann sowohl warm und hell, beispielsweise in einem nicht überheizten Wohnraum, oder kühl und dunkel in einem Keller überwintert werden. Bei der warmen Überwinterung wird das Wandelröschen ganz normal weitergepflegt. Kommt es dagegen für Wochen in einen dunklen, mindestens fünf Grad warmen Kellerraum, verliert es, obwohl eigentlich immergrün, alle seine Blätter. Der Wurzelballen muss in dieser Zeit nur leicht feucht gehalten werden.

Blühendes Wandelröschen

Wandelröschen benötigen Temperaturen über null Grad, ansonsten sind sehr anpassungsfähig, das macht die Überwinterung relativ einfach. Foto: Alexander/Ichters/MSG

Tipp: Während der Winterwochen solltet ihr die Zweige und Blätter der Kübelpflanzen regelmäßig auf Krankheiten, aber vor allem auf Schädlingsbefall kontrollieren. Vergesst dabei nicht auch die Blattunterseiten in Augenschein zu nehmen. Insbesondere Pflanzen, die in einem relativ warmen Raum mit geringer Luftfeuchtigkeit stehen, werden anfällig beispielsweise für Schildläuse.

Diese Beitrag wurde erstellt von Susann Hayn aus der Redaktion Mein schöner Landgarten.


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