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Pfarrkirche "Unserer lieben Frau" in Offenburg-Weingarten; hinten: Schwarzwald

Naturgenuss und Landleben sind gemeinhin nicht unbedingt die Dinge, die man mit dem täglichen Arbeitsweg in Verbindung bringt. Schnell und direkt muss es gehen, da einem im Berufsleben gefühlt ohnehin immer zu wenig Freizeit bleibt. Dabei lässt sich der Weg zur Arbeit für viele, die nicht gerade mitten im Ballungsraum tätig sind, mit ein klein wenig Muße durchaus zu einem schönen Ereignis gestalten.

Ich gebe zu: Immer gelingt mir das auch nicht und bei Landregen nehme ich schnurstracks den kürzesten Weg, ohne viel von der Umgebung mitzubekommen. An schönen Tagen genieße ich jedoch die Fahrradtour und suche mir vor allem für den Rückweg und manchmal sogar schon für den Hinweg eine Route aus, die nur unwesentlich länger ist. Dafür bietet sie optisch so viel mehr als die direkte Hauptstraßen-Verbindung.

Mein Arbeitsweg ist etwa fünf Kilometer lang und führt vom Winzer-Örtchen Rammersweier nordöstlich der Offenburger Innenstadt zum Burda-Medienpark südwestlich hiervon. Dazwischen liegt unweigerlich die Lindenhöhe, ein nicht besonders hoher, aber doch recht steiler Berg, der zur Hälfte den Obstgärten und Reben und zur anderen Hälfte dem bebauten Stadtgebiet gehört. Mit dem Fahrrad kann einen dieser Höhenzug schon gehörig ins Schwitzen bringen, doch zum Glück leiten ein paar gut befahrbare Wege abseits der Verkehrsstraßen an seinem Fuß oder am halben Hang entlang. Diese erfordern nicht allzu viel Strampelei und machen das bisschen Mehr an Anstrengung mit ihrer landschaftlichen Schönheit wett – siehe Bildergalerie unten.

Als Ergebnis des kleinen Umwegs, der mich kaum mehr als fünf Minuten kostet, bleibt das Gefühl, nicht immer auf derselben Spur von A nach B zu hetzen und dem Alltäglichen etwas Entspannendes, Positives abzutrotzen.


2 Kommentare zu “Landidylle auf dem Arbeitsweg

  1. Leider ist mein Arbeitsweg wesentlich länger und muss deshalb mit dem Auto erledigt werden… aber er führt durch eine wunderschöne Gegend in Franken und vor allem am sehr frühen Morgen habe ich manchmal das Gefühl ich bin um einige Jahrzehnte zurückversetzt worden… wenn auch das Auto nicht dazu passt.
    Der Heimweg dauert manchmal etwas länger, da ich an manchen Tagen einfach anhalten und einen kleinen Spaziergang machen „muss“. Und nach den Ferien bin ich immer wieder fasziniert wie sich die Natur in zwei (oder gar sechs) Wochen verändert hat…

  2. Liebe Caro,

    das Frankenland hat ja auch wirklich zauberhafte Ecken zu bieten – ich habe es mir schon mal für einen Kurzurlaub vorgemerkt ;-)
    Bis vor einem halben Jahr war mein Arbeitsweg auch noch wesentlich länger und nur mit Auto oder Zug zu bewältigen. Von daher weiß ich jetzt die kleinen täglichen Radtouren zu schätzen. Ich finde es aber toll, dass du auch während der Autofahrt die Chance nutzt, die Natur wahrzunehmen und bei Gelegenheit einfach anzuhalten!

    Hochsommerliche Grüße aus der Land-Redaktion,
    Patrick

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