Besucht uns auch auf…

Wir erhalten immer wieder Mails und Vorschläge und haben uns schon durch jede Menge wunderschöner Blogs rund um das Landleben geklickt. Die Bloggerinnen und Blogger teilen auf toll gemachten Seiten samt ansprechenden Fotos ihre Hobbies und Leidenschaften, oder erzählen von ihrem Leben auf dem Land. Einige darunter gefallen uns so gut, dass wir sie zu einem “Mein schönes Land Lieblingsblog” küren. Heute möchten wir euch den Blog Hannas Töchter vorstellen. Und die sympathischen Bloggerinnen haben auch ein (köstliches) Mitbringsel dabei…

Hannas Toechter Ulrike und Jutta Schneider

Wer bist du?

Hannas Toechter Ulrike und Jutta Schneider Mein schoenes Land bloggt

Essen unter freiem Himmel – Ulrike Schneider bewirtet gern Gäste. Brot darf da natürlich nicht fehlen.

Ich heiße Ulrike Schneider. Ich bin Food-Bloggerin bei HannasToechter.de und Buchautorin. Außerdem arbeite ich als Diplom Geologin in einem Ingenieurbüro und betreue auch die gesamte IT des Hauses. Computer sind seit meinem Studium die erste große Leidenschaft, die mir bis heute stets neue Denkweisen und Perspektiven beschert. Mein bester Freund und Berater ist mein Mann Volker, den ich nach 28 Jahren wilder Ehe vor 3 Jahren geheiratet habe, den er ist das Beste, was mir im in meinem bisherigen Leben passiert ist. Wir leben gemeinsam ein Landleben in der Stadt, denn das Haus, in dem wir wohnen dürfen, liegt in einem 1000qm großen Hanggrundstück in Karlsruhe-Durlach.

Hannas Toechter Ulrike und Jutta Schneider Mein schoenes Land bloggt

Das gemütliche Heim und zugleich Bloggerzentrale von Ulrike Schneider.

Seit wann bloggst du?

Hannas Toechter Ulrike und Jutta Schneider Mein schoenes Land bloggt

Die Macherinnen von „Hannas Töchter“

Seit Februar 2014 blogge ich gemeinsam mit meinen drei Schwestern Jutta, Tina und Petra und meiner Nichte Kenia. Unser Blog-Name „Hannas Töchter“ ist zum Gedenken an unsere Mutter Hanna entstanden. Ihre gelassene Art gibt unserem Blog die Richtung. Zusammen mit meiner Schwester Tina betreibe ich seit 2004 auch die Seite www.geWollt.de, auf der wir Filzen als altes Kunsthandwerk neu interpretieren. Ich kümmere mich bei diesen beiden privat geführten Blogs um die technischen Details – immer wieder eine große Herausforderung. Denn in mir schlummert ein überflüssiger Glaubenssatz: Alles soll perfekt sein – dabei muss es das gar nicht.

Über was bloggst du?

Unser Anliegen ist in erster Linie das gemeinsame Essen, nicht nur unter uns Schwestern, sondern auch mit Gästen. Wir testen genussvolles,  gesundes und leckeres Essen, backen funktionierende Brot- und Kuchenrezepte, erzählen Geschichten und zeigen Fundstücke. Aber auch tolle Fotografien oder tolle Orte finden durch unsere Rubrik Leben & Inspiration ihren Platz. Wir erheben keinen Anspruch auf „genial“, „vollständig“, „neu“, oder „praktisch“ – das können wir nicht erfüllen und haben deshalb unseren Anspruch so gesetzt, dass wir Dinge posten, die in erster Linie uns gefallen. Wir lösen uns von alten Dogmen, die unser Leben bestimmen und unser Wohlbefinden schmälern.

Was sind deine Lieblingsthemen?

Mein Lieblingsthema ist Brot und alles, was damit zu tun hat. Also Brotgeschichten, die Rohstoffe und deren Anbau. Ich habe auch ein Buch darüber das Brot backen geschrieben. Die Fotos stammen von meiner Schwester Jutta Schneider. Wenn es bei mir schnell gehen muss, greife ich nicht zu einer Backmischung, sondern ich nehme Wasser, Mehl, Hefe und Salz und bereite mir ein knuspriges Brot zu. Und dies kann auch mal klein und flach sein, so wie beispielsweise ein Fougasse. In jüngster Zeit backe ich besonders gerne mit den Ur-Körnern Dinkel, Einkorn, Emmer und Kamut und experimentiere vor allem auch mit einem Weizensauerteig (Lievito Madre) anstelle der Hefe. Es ist gar nicht so schwer, mit Sauerteig zu backen. Ein Versuch ist es allemal wert. Neben dem Backen koche ich leidenschaftlich gerne in der freien Natur und am offenen Feuer. Deshalb finden sich bei unseren Brotrezepten im Buch auch Anleitungen, wie man sie im Dutch-Ofen, im Kugelgrill, im Backstein- oder Lehmofen oder auf einem heißen Stein direkt in der Glut backen kann.

Hannas Toechter Brot Buch Mein schönes Land bloggt

Das Buch von Ulrike Schneider und ihrer Schwester Jutta erschien im Thorbecke Verlag. Weitere Informationen zu dem Buch Brot gibt es hier.

Was bedeuted das Landleben für dich?

Für mich bedeutet Landleben Vielfalt, Einfachheit und in Ruhe einen anderen Lebens- und Atemrhythmus finden. In der Natur kochen, filzen oder picknicken funktioniert bei mir, als würde sich ein Schalter umlegen, und die Energie erneuert sich und fließt zu mir zurück. Als Landwirtstöchter sind wir alle auf einem Pferdehof groß geworden, und da gab es das Leben auf dem Lande satt. Katzen, Hunde, Pferde, Esel, Schafe, Ziegen und Gänse waren unsere Wegbegleiter während unserer gesamten Jugend. Wir mussten nicht allzu oft mithelfen und genossen so ein wildes und freies Leben in einer Dorfgemeinschaft. Alle vier Töchter gingen dann zum Studieren in die Stadt und sind aber heute alle wieder zum Landleben zurückgekehrt. Wir vier sind alle mit der Natur tief verbunden, Jutta als Biologin, Tina als Agraringenieurin und Petra als Diplom Mineralogin. Dies alles hat uns unser Vater Albert, ein Vollblutlandwirt ermöglicht. Ein Leben vom Feld über Korn zum Brot hat auch er praktiziert, denn sein Vater war ein gelernter Bäcker.

Hast du ein Rezept für unsere Leser dabei?

Ich möchte ein Brot vorstellen, das auch auf dem Cover unseres Buches ist. Wir haben dieses Brot für 20 Personen auf einer Almhütte in einem ziemlich alten Gasbackofen gebacken. Mit Roggenmehl bestäubt sieht es genauso aus, als käme es aus einem echten Holzbackofen. Es macht süchtig und wird ganz schnell zu Ihrem schnellen Brot zu jeder Gelegenheit, auch für den Kugelgrill gut geeignet.

Zutaten für  3–4 Fougasse

  • 500 g Weizenmehl Type 550
  • 20 g Frischhefe
  • 10 g Salz
  • Schale von 1 Zitrone
  • 350 ml Wasser
  • Feines Roggen-, Reis-, Mais- oder Weizenmehl zum Bestäuben

Zubereitung

1.   Das Mehl in eine große Schüssel füllen und die Hefe fein hineinkrümeln. Salz, Zitronenschale und Wasser zufügen und 5 Minuten lang mit einer Rührmaschine auf niedrigster Stufe mischen, dann eine Stufe höher schalten und 7 Minuten lang kräftiger kneten, bis sich der Teig vom Schüsselboden löst, weich, aber elastisch ist und fast nicht mehr klebt. Den Teig mit Frischhaltefolie zugedeckt 1 Stunde lang an einem zugfreien und warmen Ort (am besten im Backofen mit eingeschaltetem Licht; das erzeugt in etwa 30 °C) oder über Nacht im unteren Fach des Kühlschranks ruhen lassen.

2.   Backofen auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (wichtig). Ein umgedrehtes Backblech auf der mittleren Schiene mit aufheizen.

3.   Die Schüssel über der bemehlten Arbeitsfläche leicht schräg halten und mit einer Teigkarte den Teig als Ganzes vom Rand her  vorsichtig herausheben, leicht mit Roggenmehl bestäuben und kontrolliert in Form eines Rechtecks auf dem Tisch ausbreiten, so dass er so wenig Luft wie möglich verliert. Nicht kneten! Den Teig in der Mitte teilen und jedes Rechteck in 2–3 gleich große spitzwinklige Dreiecke teilen.

4.   Die Dreiecke vorsichtig mit der Teigkarte auf ein gut bemehltes Holzbrettchen setzen, mit der Teigkarte ein Rippenmuster einstanzen. Die Schnitte gut auseinanderziehen, sonst laufen sie beim Aufgehen im Ofen wieder zusammen. Die einzelnen Rippen sollten aber nicht zu dünn ausfallen.

5.   Die Fougasse im vorgeheizten Backofen zügig auf das umgedrehte Backblech schieben, eine Espressotasse Wasser auf den Ofenboden gießen und die Ofentür schnell schließen (sehr wichtig für deine gute Kruste). Nach 15 Minuten den Dampf aus dem Ofen entweichen lassen, die Temperatur auf 200 °C reduzieren und weitere 5–10 Minuten lang backen. Die Fougasse sollte leicht und knusprig sein.

 

Fotos: Jutta Schneider, Edition Phönix


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.