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Wir erhalten immer wieder Mails und Vorschläge und haben uns schon durch jede Menge wunderschöner Blogs rund um das Landleben geklickt. Die Bloggerinnen und Blogger teilen auf toll gemachten Seiten samt ansprechenden Fotos ihre Hobbies und Leidenschaften oder erzählen von ihrem Leben auf dem Land. Einige Blogs gefallen uns so gut, dass wir sie zu einem “Mein schönes Land Lieblingsblog” küren. Heute möchten wir euch Madeleine und ihren Blog „Heimatschmaus“ vorstellen. Madeleine lebt in der Nähe von Aachen und bereitet aus Wildkräutern und -pflanzen wunderbare regionale und gesunde Rezepte zu. Ob Suppen, Eis, Pesto oder Tipps für die Bestimmung der Wildkräuter – auf dem Blog bekommen die Leser köstliche Inspirationen und Rezepte serviert. Ein echter Mein schönes Land-Lieblingsblog ;-)

Wer bist du?

Ich bin Madeleine, wohne unweit von Aachen in der wunderschönen Euregio, direkt an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden. Mein Beruf führt mich um die Welt, umso mehr genieße ich mit allen Sinnen, wenn ich in der Heimat bin.

Seit wann bloggst du?

„Heimatschmaus“ feiert im kommenden Monat ersten Geburtstag. Es ist verrückt, was sich in dieser kurzen Zeit alles getan hat. Es macht Spaß, meine Leidenschaft mit den Lesern zu teilen und gleichzeitig dieser Dynamik zuzusehen.

Über was bloggst du?

Im vergangenen Jahr wurde meine Leidenschaft für essabre Wildpflanzen geweckt. Darüber wollte ich unbedingt schreiben und habe mit einem kleinen Lexikon über essbare Wildpflanzen begonnen. Freunde hatten mich überzeugt, über meine Kochkünste zu schreiben. Das war am Anfang gar nicht so leicht, denn eigentlich koche ich nach Gefühl und erfreue mich an dem, was da entsteht. Die Zutaten abwiegen und aufschreiben, das musste ich erst einmal lernen. Aber jetzt macht es mir große Freude, meine Kreativität auszuleben und die Fülle an Zutaten, die mir jede Saison schenkt, kreativ und liebevoll zu verarbeiten. Meine Rezepte sind immer vegetarisch, meist vegan. Ich lege großen Wert auf die Auswahl meiner Zutaten, die bio, saisonal und regional sein müssen. Die Gerichte sollen raffiniert und gleichzeitig leicht nachzumachen sein. Schließlich erfreue ich mich daran, wenn Menschen über die Rezepte und Ideen wieder ein Bewusstsein für die Natur und ihre Geschenke bekommen.

Welche sind deine Lieblingsthemen?

Das Experimentieren mit essbaren Wildpflanzen. Um die Wildpflanzen und Kräuter zu unterscheiden und genau darüber Bescheid zu wissen, bilde ich mich stetig weiter, nehme an Kräuterführungen teil und bin im regen Austausch mit Gleichgesinnten. Ich liebe es, meine Kreativität auszuleben und Rezepte zu entwickeln, die überraschend und anders sind. Gleichzeitig macht es mir Spaß, auf altes Wissen zurückzugreifen und Rezepte unserer Urgroßeltern neu zu interpretieren.

Aus Wildpflanzen und Kräutern werden Köstlichkeiten: Holunderblüten-Erdbeer-Eis, Gundermann-Pralinen, Holunderblüten-Pfannkuchen und -Sirup. (Fotos: Madeleine Genzsch)

Was bedeutet das Landleben für dich?

Eigentlich bin ich ein waschechtes Stadtkind, bin in der Stadt geboren, aufgewachsen und bis vor wenigen Jahren habe ich immer in (Groß-)Städten gelebt. Seit nahezu vier Jahren lebe ich nun im Umland von Aachen. Unser Haus ist nur wenige Meter vom Waldrand entfernt und wird von drei Seiten von blühenden Naturwiesen gesäumt. Hier fühle ich mich endlich zuhause. Ich bin ein sehr sinnlicher Mensch: Ich liebe es, barfuß im kühlen Gras zu gehen, die Natur auf meinen Spaziergängen zu riechen, zu schmecken, zu fühlen. Ich genieße die frische Luft, die uns hier umgibt, die je nach Jahreszeit mal nach Wiese, Blüten, Stroh oder Nadelbäumen duftet. Es erfüllt mich mit Dankbarkeit und kindlicher Freude, wenn ich den Kühen auf dem Nachbargrundstück beim Grasen zusehen kann oder zum Sonnenuntergang die Schafe blöken höre. Zum Einschlafen lausche ich dem Rauschen der Bäume und fühle mich wie im Urlaub, wenn manchmal im Sommer in der Ferne ein Traktor bei der nächtlichen Ernte zu hören ist. Ihr merkt, ich kann gar nicht aufhören zu schwärmen.

Welches Rezept hast du unseren Lesern mitgebracht?

Ich habe Euch mein Rezept für eine Gänseblümchen-Suppe mitgebracht – eine leichte, nahrhafte Suppe die man besonders an heißen Tagen gut zum Abendessen servieren kann. Gänseblümchen sind reich an Vitaminen und Mineralien. Sie regen den Appetit an und fördern gleichzeitig den Stoffwechsel und die Verdauung. Ich habe dieses Rezept gewählt, weil jeder Gänseblümchen kennt und sie leicht sammeln kann.

Gänseblümchen-Suppe

Foto: Madeleine Genzsch

Zutaten (für 2 Portionen)

  • 4 große Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • frischer Oregano
  • 1 EL Ghee (oder Pflanzenöl)
  • 2 Hände voll Gänseblümchen
  • 1 TL Apfelessig
  • 2 EL Sojamilch
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung

Die Kartoffeln waschen, schälen und in Würfel schneiden. Zwiebel fein hacken. Zwiebel- und Kartoffelstücke gemeinsam mit dem Oregano in Ghee andünsten, sodass ein feines Röstaroma entsteht. Gemüse zur Hälfte mit Wasser bedecken und köcheln lassen, bis sich die Kartoffeln leicht zerdrücken lassen. Nun Gänseblümchen, Apfelessig und Sojamilch dazu geben und einige weitere Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Fertig! Und: Weil es schön dekorativ ist, empfehle ich, dazu ein Butterbrot mit frischen Gänseblümchen zu reichen.


Ein Kommentar zu “Lieblingsblog: Heimatschmaus

  1. Ein ganz toller Blog, und das Rezept erst! Ich LIEBE Gänseblümchen! Vielen Dank Madeline.

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