Besucht uns auch auf…

Wir erhalten immer wieder Mails und Vorschläge und haben uns schon durch jede Menge wunderschöner Blogs rund um das Landleben geklickt. Die Bloggerinnen und Blogger teilen auf toll gemachten Seiten samt ansprechenden Fotos ihre Hobbies und Leidenschaften, oder erzählen von ihrem Leben auf dem Land. Einige Blogs gefallen uns so gut, dass wir sie zu einem “Mein schönes Land Lieblingsblog” küren. Heute möchten wir euch den Blog „Madam Rote Rübe“ vorstellen – hier bloggt, kocht und fotografiert Sigrid Schimetzky. Kennt ihr das? Es gibt Menschen, von denen würde man sich gern zum Essen einladen lassen. Wir würden nur zu gern am Tisch von Sigrid Platz nehmen, denn schon beim Betrachten ihrer tollen Rezeptfotos ist uns das Wasser im Munde zusammengelaufen. So viel guten Geschmack wollen wir euch einfach nicht vorenthalten:

Madam Rute Ruebe

Wer bist du?

Hinter dem Blog Madam Rote Rübe stecke ich, Sigrid, Mitte 50, als selbsternanntes Landei. In einem kleinen Dorf im Kohlbachtal im Pfälzer Westrich lebe und träume ich mit Mann, Hund, Katze und Maus –  ach nee, nicht Maus, sondern Hühnern, aber die sind halt auch da.

http://www.madamroteruebe.de/

Seit wann bloggst du?

Im Dezember 2014 sprang ich mit Madam Rote Rübe ins pralle Bloggerleben. Dafür kommen als meine immerwährende Quelle der Freude zusammen: Die Lust am Schreiben und Fotografieren, verbunden mit zahlreichen Kochlöffel-Erfahrungen als Food-Autorin, Hauswirtschaftsmeisterin, in Gastronomie und Ernährungskursen.

Über was bloggst du?

Ich lebe im ehemaligen Kirschenland.  Viele grüne „Ecken“ verführen hier abseits von jeglichem Trubel zum Wandern. Hunderte von alten Kirschenbäumen umrahmen die dörfliche Umgebung – zur Blütezeit trägt die Natur ihr weißes Hochzeitskleid, was mich stets erneut in Entzückungsschreie ausbrechen lässt. Nun, all diese Eindrücke und unzählige mehr fließen mit einer bunten Landküche in meinem Blog ein. Da wären: Einfache Zutaten und natürliches Essen frisch aus dem Garten – aufgepeppt mit so manchen Feinheiten; selbstgebackenes Brot, duftende Brötchen und knusprige Quiches aus dem Backofen und natürlich die Pfälzer Küche, bodenständig und köstlich. Ich bin überzeugt, dass eine ausgewogene Ernährung für die körperliche Gesundheit Voraussetzung ist. Obwohl ich stets vorrangig vegetarische und vollwertige Gerichte in den Blog setze – weil es mir besser schmeckt, kommt auch bei uns ab und an Fleisch auf den Tisch vom Metzger unseres Vertrauens. Und dann genießen wir das – diese Philosophie trifft der Leser auf dem Blog.

Welche sind deine Lieblingsthemen?

Auf meinem Blog gibt es nur Rezepte, angereichert mit den kleinen Geschehnissen des Landlebens, für die ich brenne.

Was bedeutet das Landleben für dich?

Mit dem Landleben verknüpfe ich einen Keller, der mit reichlich Vorräten gesegnet ist und der stets fröhlich mit einem Liedchen auf den Lippen und mit stolzgeschwellter Brust betreten und inspiziert wird. Frei nach Witwe Bolte, ein für mich nie erreichtes Vorbild nacheifernswerter Vorratsführung.  Es bedeutet: Ich schaue den Gemüse-Pflänzchen im Garten beim Wachsen zu, suche nach duftenden Kräutern in den Wiesen, nach Pilzen im Wald, bewundere Ziegen in ihrer bunten Vielfalt, esse pikanten Ziegenkäse und schaue unserem lustigen Hund beim Schnuppern in der stillen Natur zu. Es bedeutet das Mahlen der Getreidemühle, der Geruch von frisch gebackenem Brot und Sonntagmorgen ein weiches glückliches Hühnerei auf dem Tisch. Und es bedeutet ein warmes kuscheliges Kaminfeuer, das das Haus mit seinen knarrenden Dielen mit einem harzigen Aroma nach Holz durchzieht, wenn ich von draußen aus der Natur hereinkomme. Das macht mich glücklich!

Schaf Madam Rute Ruebe

Welches Projekt/Rezept hast du unseren Lesern mitgebracht?

Mitgebracht habe ich einen Linseneintopf mit Steinpilzen und Thymian, der hält satt, wärmt und schenkt ein wohliges Gefühl. Vor allem dann, wenn ein kalter Wind weht, der die fallenden Blätter aufwirbelt. Und wenn du die ersten kalten Hände in den Jackentaschen und rote Ohren unter der Mütze versteckst. Lauter Hinweise darauf, dass es Zeit für einen unserer Lieblingseintöpfe wird: den Linseneintopf. Am besten einen riesigen Topf voll. Je öfter aufgewärmt, umso besser schmeckt er. Oder er wird portionsweise eingefroren und ist dann zur Hand, wenn Energie nötig ist – eine optimale Lösung.

Auf diesen Linseneintopf bin ich ganz besonders stolz. Er schmeckt herzhaft und hat das gewisse Etwas durch viele Gewürze und getrocknete Steinpilze. Herzhaft ohne Wurst und Co., was dich allerdings nicht davon abhalten soll, eine hineinzulegen. Ein traditionelles Gericht, dass unsere Ahnen gerne in der kühlen Jahreshälfte auftischten und das dazu auffordert, sich gemütlich an den Tisch zu setzen und gemeinsam mit Freunden und Familie zu genießen. Löffel für Löffel! Guten Appetit!


Madam Rute Ruebe

Linseneintopf mit Steinpilzen

Zutaten für 4 Personen

  • 250 g braune Linsen, z.B. Tellerlinsen
  • ca. 1,5 l Wasser
  • 4 große Kartoffeln
  • 1 Stange Lauch
  • 1 große Möhre
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 D. gehackte Tomaten
  • 15 g getrocknete Steinpilze
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Prise Kreuzkümmel
  • 1 Prise Piment
  • 2 EL Gemüsebrühe, am besten selbstgemacht
  • 1 TL Kräutersalz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 4 EL Sojasauce
  • 2 TL Honig
  • 1/2 Zitrone, der Saft oder 2 EL Essig
  • 2 Zweige Thymianblättchen od. 1/2 TL gerebelter Thymian

 

Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und in kleine Würfel schneiden.  Kartoffeln waschen, schälen und in gröbere Würfel schneiden. Lauch putzen, unter fließendem Wasser reinigen und in feine Scheiben schneiden. Möhre putzen und würfeln.

In einem größeren Topf die Linsen geben, mit Wasser aufgießen, gehackte Tomaten, Kartoffel-, Zwiebel-, Knoblauch- und Möhrenwürfel sowie die Lauchscheiben mit den getrockneten Steinpilzen hinzufügen. Lorbeerblätter, Kreuzkümmel und Piment dazugeben und alles knapp unter dem Siedepunkt 35 bis 40 Minuten garen.

Ca. 5 Minuten vor Garende Gemüsebrühe und Sojasauce dazugeben, mit Kräutersalz, Pfeffer, Honig, Zitronensaft oder Essig und Thymianblättchen kräftig abschmecken.

Madam Rute Ruebe Linseneintopf mit Steinpilzen-1286

Alle Fotos: Madam Rote Rübe

 

 

 

 


Ein Kommentar zu “Lieblingsblog: Madam Rote Rübe

  1. Sigrid ist eine hervorragende Köchin und Geschichten Erzählerin.
    Ihr Garten ist liebevoll mit vielen Pflanzen bestückt von denen sie ernten kann.
    Wir tauschen uns gerne über Rezepte usw aus.
    Heike

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