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Inmitten blühender Wiesen liegt Menzenschwand

Herrliche Ausblicke, bunte Mischwälder und reine Luft: Mitten im Naturschutzgebiet Feldberg liegt der Schwarzwälder Luftkurort Menzenschwand mit seiner beeindruckenden Kulturlandschaft. Aber nicht allein die Landschaft macht diesen Ort so sehenswert.

Menzenschwand befindet sich mitten im Dreiländereck Deutschland – Frankreich – Schweiz. Das Tal liegt zwischen dem 1493 Meter hohen Feldberg, dem Schluchsee und den schönen Wäldern des Taubenmooses. Thermen wie das Revitalbad und gemütliche Wanderwege eignen sich perfekt für einen entspannten Aufenthalt. Der Zauberwald-Pfad im Taubenmoos verläuft durch märchenhafte Mischwälder, leuchtende Moose und Flechten. Zwischendrin fließen kleine kühle Bächlein. Wenn sich der Schwarzwald lichtet, öffnet sich der Blick auf das Bernauer Hochtal. Auch die Klamm und die Wasserfälle der Menzenschwander Alb unterhalb der „Menzenschwander Kluse“ sind ein Besuch wert.

 

Menzenschwand – das Sisi-Dorf

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Nicht nur mit seiner malerischen Landschaft kann Menzenschwand aufwarten, auch große Kunst ist hier beheimatet. Die Maler Franz Xaver (1805 bis 1873) und Hermann Winterhalter (1808 bis 1891) sind zweifellos die berühmtesten Söhne Menzenschwands. Beide galten als gefragte Porträtisten des kompletten europäischen Hochadels und waren „Popstars“ ihrer Zeit.

Auch Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, durch Film und Fernsehen auch als „Sisi“ bekannt, ließ sich 1865 von Franz Xaver Winterhalter malen. Das Porträt zeigt die damals 28 Jahre alte Kaiserin, gekleidet in weiß-goldenem Tüllstoff und mit Brillantsternen in den dunklen Locken, wie sie den Betrachter über die linke Schulter anblickt.

Kaiserin Elisabeth im Ballkleid mit diamantbesetzten Sternen im Haar, Öl auf Leinwand, 1865

Kaiserin Elisabeth im Ballkleid mit diamantbesetzten Sternen im Haar, Öl auf Leinwand, 1865

Ein Plakat des weltberühmten Gemäldes schmückt in diesen Tagen das Ortsschild. Grund dafür ist die Ausstellung Verborgene Schönheiten im Winterhalter-Museum „Petit Salon“.  Anfang Juli wurde sie von Verleger Professor Dr. Hubert Burda im alten Schulgebäude des Ortes feierlich eröffnet. Gezeigt werden neben dem „Sisi-Gemälde“ noch zehn bislang „verborgene“ Porträts von unbekannten Schönheiten aus Privatbesitz. Diese einmalige Ausstellung kann noch bis zum 13. September besichtigt werden.

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Kappe von Franz Xaver Winterhalter

Bei den Bildern können auch Experten kaum unterscheiden, welches Bild von welchem der Winterhalters stammt, da Hermann die Malweise seines älteren Bruders perfekt beherrschte. Vor allem die Darstellung der Kleidung der porträtierten Frauen wurde vielfach kopiert, die Gemälde galten als stilprägend für die damalige Mode.

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Studie eines Mädchens

 

 

 

 

Da die Erinnerung an die Brüder Winterhalter wach gehalten werden soll, sind im Museum noch etliche Skizzen, Aquarelle, Lithographien und Briefe ausgestellt. Obwohl sie in ganz Europa von Adelshaus zu Adelshaus reisten, um Aufträge anzunehmen, blieben die Brüder Zeit ihres Lebens ihrer Heimat und Familie im Schwarzwald treu. Dort steht neben dem Museum auch das gut erhaltene traditionelle Schwarzwaldhaus, in dem sie geboren wurden.

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Die Brüder prägen noch heute den Ort: S’Winterhaltereck erinnert an die Maler

Eindrücke der Landschaft und der wunderschönen Schwarzwaldhäuser:

Die Ausstellung „Verborgene Schönheiten“ im Winterhalter-Museum „Le Petit Salon“ in St. Blasien-Menzenschwand (Hinterdorfstraße 15) läuft noch bis 13. September

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 14.30 Uhr bis 17 Uhr

Text: Verena Schmidt, Eva Goldschald

Fotos: Sylvia Hämmerle


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