Besucht uns auch auf…

Wer den ganzen Tag an der frischen Bergluft schafft, braucht entsprechend zünftige Mahlzeiten. In ihrem Kochbuch „Schweizer Alpküche“ stellt die Schweizer Bäuerin Margit Abderhalden 100 traditionelle Gerichte vor, die sich mit typischen Alp-Zutaten zubereiten lassen.

Margit Abderhalden liebt das Leben mit ihren Tieren auf der Alp © Veronika Studer aus Schweizer Alpküche, AT Verlag

Margit Abderhalden liebt das Leben mit ihren Tieren auf der Alp © Veronika Studer aus Schweizer Alpküche, AT Verlag

Man mag das wunderbare Buch von Margrit Abderhalden gar nicht mehr aus der Hand geben. Schon beim Aufblättern bekommt man mit dem ersten Schnappschuss einer Kuhherde in Hochgebirgslandschaft Appetit auf die Küche der Bergwelt, auf kräftigen Käse, würzige Wurst und frischgebackenes Brot. „Einfache währschafte* Gerichte aus regionalen Nahrungsmitteln sind die Grundlage meiner Küche“, schreibt die Autorin und lächelt einen in Arbeitskleidung einer Sennerin neben dem Vorwort an.

Dann geht es gleich los mit Löwenzahnsalat, Kabissalat (Kabis = Weißkohl) mit Speck und Kohlrabisalat mit Alprahm. Bei der Zusammenstellung der Rezepte weiß Margrit Abderhalden, wovon sie schreibt: Sie lebt als Bäuerin mit ihrem Mann und den drei Kindern westlich von Vaduz im Schweizer Kanton St. Gallen.

Saustark: Mensch und Tier verbringen den ganzen Tag an der frischen Bergluft © Veronika Studer aus Schweizer Alpküche, AT Verlag

Saustark: Mensch und Tier verbringen den ganzen Tag an der frischen Bergluft © Veronika Studer aus Schweizer Alpküche, AT Verlag

Die Sommermonate verbringt die Familie zusammen mit Kühen, Rindern und Schweinen auf der Alp Malbun. Auf 1400 Metern Höhe betreibt sie eine Käserei und ein „Albbeizli“, eine Hütte, auf der sie das serviert, was die Alp liefert, und was sie gerade auf Vorrat hält. Zum Beispiel Härdöpfelchüechli (Kartoffelpuffer) oder Schweinsplätzli (Rahmschnitzel).

Auf der Alp genießt man Ruhe und Natur. Der nächste Nachbar ist einige hundert Meter entfernt © Veronika Studer aus Schweizer Alpküche, AT Verlag

Auf der Alp genießt man Ruhe und Natur. Der nächste Nachbar ist einige hundert Meter entfernt © Veronika Studer aus Schweizer Alpküche, AT Verlag

Ihr könnt ja schon mal den Rucksack packen und euch auf den Weg zum Albbeizli machen. Oder den Herd anstellen. Soviel sei nur verraten: Egal, wofür ihr euch entscheidet, enttäuscht werdet ihr nicht!

* Währschaft ist ein im Schweizerischen verwendetes Adjektiv, das in Bezug auf Essen so viel bedeutet wie nahrhaft oder sättigend.

Älplerrösti

MLK_Blog_2016_04_3_Rösti

Für 4 Portionen
800 g festkochende Kartoffeln, in der Schale gekocht
1 Zwiebel
100–200 g Speck, in Würfel geschnitten
3 EL Bratbutter
1 TL Salz

Die gekochten und abgekühlten Kartoffeln schälen und grob raffeln.

Die Zwiebel hacken und zusammen mit dem Speck in der Bratbutter kurz bei starker Hitze anbraten. Dann die Temperatur etwas zurückschalten, die geraffelten Kartoffeln hinzufügen, salzen und alles gut vermischen. Die Rösti auf der ersten Seite goldbraun braten, wenden und dann auch auf der zweiten Seite goldbraun braten.

Tipps:
Anstelle von Speck können auch klein geschnittene Fleischreste, zum Beispiel Schinken, Cervelat oder andere Wurstreste verwendet werden.

Gut schmeckt die Rösti auch mit Alpkäse überbacken: Dazu Alp-Bratkäse oder Raclettekäse in Scheiben schneiden und auf der Rösti verteilen. Die Pfanne zudecken und auf kleiner Stufe 5 Minuten stehen lassen, bis der Käse geschmolzen ist.

Schweizer Alpküche, AT Verlag

 

Schweizer Alpküche
Margrit Abderhalden (Autorin) + Veronika Studer (Fotos)
AT Verlag
29,95 Euro


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