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Wenn der Boden in den Beeten nicht gefroren ist und kein Schnee liegt, kann man auch im Winter verschiedene Arbeiten im Garten erledigen. Dazu zählt unter anderem die Vermehrung von Stauden durch Rhizom-Stecklinge. Nachfolgend zeigen wir euch, wie ihr zum Beispiel Cambridge-Storchschnabel auf diese Weise ganz einfach vermehren könnt, wenn bei euch ein ausreichend großes, gesundes Exemplar im Garten wächst und ihr mehre neue Pflanzen heranziehen möchtet. Aber auch bei weiteren Storchschnabel-Arten, die sich durch ihre langen, oberirdischen Wurzelstöcke ausbreiten wie Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum) und Pyrenäen-Storchschnabel (Geranium endressii), eignet sich diese Methode.

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Schritt-für-Schritt-Anleitung

mein schoenes Land bloggt Stauden vermehren Rhizomstecklinge Storchschnabel1. Schneidet mit einer sauberen Gartenschere von der „Mutterpflanze“, die in eurem Gartenbeet wächst, etwa fingerlange Rhizomstücke ab. Jedes dieser Storchschnabel-Stücke sollte in einem Blattbüschel enden.

 

mein schoenes Land bloggt Stauden vermehren Rhizomstecklinge Storchschnabel Winter2. Von den einzelnen Rhizomstücken entfernt ihr anhaftende Erde und reißt alte Wurzeln einfach mit den Fingern ab.

 

mein schoenes Land bloggt Stauden vermehren Rhizomstecklinge Winter Garten Storchschnabel3. Längere Blattstiele schneidet ihr mit der Schere zurück, sodass nur eine kleine Blattrosette stehenbleibt. So wird die Verdunstung durch die Blätter reduziert. Das ist wichtig, da das wurzellose Rhizomstück nur stark eingeschränkt Feuchtigkeit aus der Erde aufnehmen kann. Zugleich regt der Rückschnitt einen neuen Austrieb an. Am besten legt ihr die Rhizomstücke noch für eine Weile in einen Eimer mit Wasser, damit sie sich vollsaugen können.

 

mein schoenes Land bloggt Stauden vermehren Rhizomstecklinge GArten Winter Storchschnabel 4. Nun eine flache Saatschale mit nährstoffarmer Erde füllen und andrücken. Es gibt spezielle Anzuchterde zu kaufen oder ihr mischt die Erde selbst aus 1/3 reifen Kompost, 1/3 Gartenerde und 1/3 Sand. Dem Ganzen mischt man noch etwas Gesteinsmehl unter. Außerdem solltet ihr das Gemisch sterilisieren, indem ihr es etwa 30 Minuten lang im Ofen bei 200 °C erhitzt. Die Pflanzenstücke in die Erde stecken und mit den Fingern leicht andrücken, damit die Stecklinge gut von dem Substrat umschlossen werden.

 

mein schoenes Land bloggt Stauden vermehren Winter Garten Rhizomstecklinge Storchschnabel5. Zuletzt Stecklinge und Erde mit einer Sprühflasche befeuchten und die Schale beispielsweise in einen Frühbeetkasten oder in ein ungeheiztes Gewächshaus stellen – die Erde sollte nicht durchfrieren. Den Winter über solltet ihr das Substrat leicht feucht halten, damit die Stecklinge nicht vertrocknen. Bei zu viel Nässe faulen diese jedoch. Haben die kleinen Pflanzen im Frühjahr neue Wurzeln ausgebildet, setzt man sie zunächst in Töpfe, wo sie sich weiter entwickeln können. Spätestens im Herbst könnt ihr sie dann an den geplanten Platz im Beet pflanzen und im folgenden Jahr auf die ersten Blüten des Bodendeckers freuen.

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Der Beitrag wurde erstellt von Susann Hayn

Fotos: MSG/Martin Staffler (6), MSG/Alexandra Ichters

 

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