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Einmal selbst die Hände in weichen Ton graben, die Bewegung der Drehscheibe spüren und eine eigene Tasse oder einen verzierten Ziegel gestalten: An diesem Wochenende (11./12. März, 10–18 Uhr) öffnen bundesweit rund 600 Keramikwerkstätten ihre Türen. Mit zahlreichen Aktionen und Vorführungen zeigen sie, welche gestalterischen Möglichkeiten das Handwerk bietet.

Rund 600 Ateliers und Werkstätten können an diesem Wochenende besichtigt werden.

An einigen der Unternehmungen dürfen die Besucher selbst mitwirken. So erfahren sie unmittelbar, wie Kunstwerke aus Tonerde und Glasur entstehen. Auch Kinder können mitmachen. Sie stellen beispielsweise kleine Gegenstände her oder bemalen Keramik. Darüber hinaus sind die Werkstätten zugänglich, so dass man den Töpfern bei der Arbeit zuschauen kann.

Die Erzeugnisse sind so individuell wie die Keramiker selbst.

Für die Arbeit an der Drehscheibe braucht man eine sichere Hand. Bis man die nötige Kunstfertigkeit erreicht hat, dauert es Jahre.

Scheinbar mühelos verwandeln sie unförmige Tonklumpen in gefällige Gebilde. Bei den ersten eigenen Versuchen wird aber schnell klar, dass es sich dabei um eine Kunst handelt, die viel Geduld und jahrelange Übung erfordert. Natürlich geben die Ateliers auch Einblicke in ihre aktuellen Ausstellungen und präsentieren für den Verkauf bestimmte Produkte. Einige bieten sogar Kaffee und Kuchen an.

Verschiedene Werkzeuge für die Tonbearbeitung

Vasen oder tanzende Kegel? In der Keramik sind die Grenzen zwischen Gebrauchsgegenstand und Kunstobjekt oft fließend.

Vor allem geht es an diesem Wochenende aber darum, die Wertschätzung für das Handwerk zu erhöhen. Es ist nicht nur eines der ältesten Gewerbe der Welt, sondern auch eines der Vielfältigsten.

Hier lernen die Besucher, Wandhaken aus Porzellan zu fertigen.

Die Erfahrung, mit den eigenen Händen schöne, alltagstaugliche Gegenstände zu schaffen, ist ein besonderes Erlebnis.

So erarbeiten sich professionelle Keramiker ihr Material selbst, entwickeln eigene Glasuren und verfolgen eine ganz persönliche Gestaltungsidee. Und so individuell wie die Hersteller sind auch ihre Erzeugnisse – von Geschirr über Vasen und Töpfe bis hin zu großformatigen Skulpturen und Wandbildern.

Sogenannte Schrühware (einmalgebrannte Keramik) wartet auf die Glasur und den zweiten Brand.

Eine Übersicht über die teilnehmenden Werkstätten sowie weitere Veranstaltungstipps rund um das faszinierende Töpferhandwerk erhalten Sie auf www.tag-der-offenen-toepferei.de


(alle Fotos: Keramik in BW e.V.)


Ein Kommentar zu “Tag der Offenen Töpferei

  1. Oh, das wusste ich noch gar nicht. Wir wohnen ganz in der Nähe einer Töpferei.
    Vielen Dank für den Tipp!
    LG Leni

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