Besucht uns auch auf…

Schleimige Schnecken, knackige Käfer und weiche Würmer: Im Herbst schlägt sich der Igel ordentlich den Bauch voll. Schließlich braucht das stachelige Wildtier ein dickes Fettpolster, um während des Winterschlafs mit Energie versorgt zu sein. Doch der süße Fratz ist jetzt nicht nur mit Futtern beschäftigt. Auch ein gemütliches Nest muss her! Findet er in eurem Garten geschützte, trockene Ecken und genug Laub, um sich ein wohnliches Quartier einzurichten?

MEV

Allmählich macht sich der Igel auf die Suche nach einem sicheren Platz für seinen Winterschlaf (Foto: MEV)

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann seinem Igel ein kleines Häuschen bauen. In ihm kann sich der putzige Gartenbewohner ausruhen oder überwintern. Der bundesweit tätige Pro Igel e. V. stellt auf seiner Internetseite verschiedene Bauanleitungen vor, von denen wir euch heute eine präsentieren möchten: Das Igelhaus mit „Labyrintheingängen“. Es eignet sich besonders gut, da es so konstruiert wird, dass Eindringlinge wie Katzen oder Füchse nicht hinein gelangen können. An die Säge, fertig, los!

Ihr brauchtFoto: Pro Igel e.V.

  • 2 Bretter 80 x 25 cm für die langen Seitenwände
  • 2 Bretter 40 x 25 cm für die kurzen Seitenwände
  • 2 Bretter 30 x 25 cm für das Labyrinth
  • 2 Bretter 90 x 22 cm für das Dach
  • 2 Leisten 35 cm lang und 2 cm dick für das Dach
  • 1 Stück Dachpappe 95 x 48 cm
  • 8 Winkeleisen (verzinkt oder aus Messing)
  • 2 Scharniere (verzinkt oder aus Messing)
  • Säge, Hammer, Nägel, Schrauben, Schraubendreher, Handbohrer, Meterstab, Bleistift
  • Ungiftige, umweltfreundliche Lasur

 

So geht´s

  • Aus einem der beiden 80 cm langen Bretter sägt man an den Schmalseiten je ein 10 x 10 cm großes Quadrat heraus. Dann verbindet man die 80 cm und die 40 cm langen Bretter mit je zwei Winkeleisen an jeder Ecke zu einer Kiste ohne Dach und Boden. Die Bretter zusätzlich an den Ecken aneinander nageln oder schrauben.
  • Nun setzt man die 30 cm langen Bretter in die Kiste und schraubt sie von außen an der rechten bzw. linken Seite der beiden Einschlupföffnungen in die Vorderwand des Futterhauses. Am besten bohrt man die Schraublöcher vor, damit man wirklich mittig in die Schmalseite der Bretter trefft.
  • Das Dach setzt man aus den beiden 90 cm langen Brettern zusammen und verbindet die zwei Teile mit den Leisten. Anschließend ummantelt man es mit der Dachpappe, die mit möglichst breitköpfigen Nägeln („Teerpappe-Nägel“) an die Schmalseite des Dachs genagelt wird.
  • Zum Schluss schraubt man die beiden Scharniere an die Rückwand der Kiste bzw. an eine Längsseite des Dachs (kleinen Überstand lassen, damit es nicht hineinregnet!) und pinselt die Futterkiste mit umweltverträglicher Wetterschutz-Lasur an.
Foto: Pro Igel e.V.

Fertig ist das Igelhaus! (Foto: Pro Igel e.V.)

 

Der perfekte Standort

Am besten platziert ihr das Häuschen in einer ruhigen Gartenecke unter schützenden Sträuchern. So kann der Igel ungestört seinen rund sechsmonatigen Winterschlaf halten. Mehr über den stacheligen Gesellen und seine Gewohnheiten sowie weitere Maßnahmen im Garten, erfahrt ihr in der Herbst-Ausgabe von „Mein schönes Land“ 2014 ab Seite 124.

Übrigens …

Wenn ihr möchtet, könnt ihr eurem kleinen Freund auch ein fertiges Igelhaus kaufen. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) empfiehlt zum Beispiel das Igelhaus von Neudorff. Ob selbst gemacht oder gekauft: Der Igel wird es euch danken!


Nadja Juckel


Ein Kommentar zu “Tiere im Herbst: Ein Igelhaus bauen

  1. Bei mir Zuhause im Garten hat sich ein Igel eingenistet,soeben bin ich für ein neues Igelhäuschen zum selbermachen gekommen.
    Er hat einen schönen Haufen gebaut das neben der Terasse. So muss ich ein paar Meter sein Zuhause übersiedeln.Hoffe nur er bleibt im seinen neuen Zuhause.? Veilleicht gibst Nachwuchs? Tolle Anleitung zum selbermachen!

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