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Dieser Vogel ist der Star 2018: der Star :)

Der Star ist fast jedem bekannt. Doch, was kaum einer ahnt: der Bestand des schönen Vogels geht zurück, denn es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung.

Um auf diese Gegebenheit aufmerksam zu machen, hat der Landesbank für Vogelschutz (LBV) zusammen mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) den Star zum Vogel des Jahres gekürt. Der Bestand des Stars in Deutschland schwankt jährlich zwischen 3 und 4,5 Millionen Paaren, je nach Nahrungsangebot und Bruterfolg im Vorjahr. Allein in Deutschland habe man eine Million Starenpaare binnen zwei Jahrzehnten verloren, so der NABU.

Ein Grund für den Rückgang ist, dass es immer weniger Weiden, Wiesen und Felder mit Insekten als Nahrung gibt. Biozide verschlimmern diese Situation, während es zudem an geeigneten Nistplätzen mangelt.

Ursprünglich ein Waldvogel war der Star seit Ende des 19. Jahrhunderts auch mehr in den Städten vertreten. Dort nistet er in Dachvorsprüngen, Fassaden oder Nistkästen.

Der Vogel hat im Sommer ein feines Perlmuster auf dem Fell, das im Winter verschwindet. Er kann gut andere Geräusche nachahmen: andere Vogelstimmen oder Klingeltöne von Handys sind ein Leichtes für den Imitationskünstler. Und: Wie talentiert Stare beim Imitieren von Lauten und sogar Musikstücken sind, hat sogar Eingang in die Musikge-schichte gefunden. Wolfgang Amadeus Mozart hielt drei Jahre lang einen Star als Haustier. Schon bald konnte der gelehrige Vogel das Rondothema aus dem Klavierkonzert Nr. 17 in G-Dur nachpfeifen.

Die Schwarmbildung von Staren ist ein einzigartiges Naturschauspiel, mit dem kaum eine andere Vogelart aufwarten kann. Schon im frühen Sommer bilden sich direkt nach der ersten Brutzeit Trupps aus Jungvögeln.  Je näher der Herbst rückt, desto größer werden die Schwärme. Zu Hunderten sitzen sie dann in ländlichen Regionen auf Stromleitungen. Wenn sie am Abend an ihren Schlafplätzen einfallen, sind etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang imposante Schwarmwolken aus vielen tausend Staren am Himmel zu sehen, bevor sie schlagartig nach unten sinken.

Stare schwärmen mancherorts zu Hunderttausenden.

 

Text- und Bildmaterial: NABU


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