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„Huu-hu-huhuhuhuu“ tönt es im Wald, wenn Waldkäuze balzen oder ihr Revier markieren. Doch wann habt Ihr zuletzt eine Eule rufen gehört? Heute sind viele Gegenden von Eulen verlassen. Entweder weil sie keine Bruthöhlen finden oder keine Nahrung mehr finden. Stellvertretend für alle Eulenarten hat der NABU für 2017 aus diesem Grund den Waldkauz zum Vogel des Jahres gewählt. Mit ihm soll für den Erhalt alter Bäume im Wald geworben werden und auf die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere aufmerksam gemacht werden.

Der Vogel des Jahres ist der Waldkauz (Foto: Peter Kühn, NABU)

Der Vogel des Jahres ist der Waldkauz (Foto: Peter Kühn, NABU)

Kompakt und große Augen. Das sind neben dem rindenfarbigen Gefieder die Erkennungsmerkmale des Waldkauzes. So machen ihn seine „Knopfaugen“ freundlich und sind echte „Hingucker“ in seinem dunkel umrahmten hellen Gesicht. Die lautlosen Jäger werden mit 40 bis 42 Zentimetern Länge etwa so groß wie Krähen und bringen 400 bis 600 Gramm auf die Waage.

Wie alle Eulen fliegen Waldkäuze nahezu geräuschlos: Ein besonders dichtes Polster auf der Oberseite der Flügel verwirbeln den Luftstrom beim Fliegen und unterdrücken so jedes Geräusch.

Waldkäuze sind ausgezeichnte „Nachtseher“, wenn noch etwas Restlicht vorhanden ist: Ihre großen Augen nehmen besonders viel Licht auf, die Iris kann das einfallende Licht perfekt regulieren und garantiert so eine optimale Sichtleistung.

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Fliegender Waldkauz (Foto: Marcus Bosch, NABU)

Die Jungen des Waldkauzes wiegen nach dem Schlupf nur 28 Gramm. Noch blind, können sie sich bereits am zehnten Tag selbst aufsetzen und sechs Tage später stehen. Die Brut beginnt häufig schon nach der Ablage des ersten Eis und dauert für jedes Ei 28 bis 29 Tage.

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Waldkäuzlinge (Foto: Diana Gevers, NABU)

Im Alter von etwa einem Monat verlassen die noch nicht flugfähigen Jungen das Nest und sitzen meist – scheinbar verlassen – auf Zweigen in Nestnähe.

Der Waldkauz hat viele bekannte Verwandte: Zehn Arten aus der Familie der Eulen brüten regelmäßig in Deutschland. Manche sind sehr verbreitet, einige sehr selten. Während der Waldkauz in unserer Region eher eine „Allerweltseule“ ist, war der Uhu bereits fast ausgestorben.

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Eulenfamilie (Foto: NABU)

Mehr Informationen zum Vogel des Jahres findet ihr beim NABU!


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