Besucht uns auch auf…

Wer kennt das nicht – ist man mit einer größeren Wandergruppe unterwegs, dauert es nicht lange und schon stimmt der erste ein Liedchen an. Den Anfang macht meist: Das Wandern ist des Müllers Lust, das Wandern! Das muss ein schlechter Müller sein, dem niemals fiel das Wandern ein. Das Wandern, das Wandern, das Wandern…

Wanderlieder gibt es viele. Wir haben die schönsten für Eure nächste Wanderung zusammen gestellt.

Wanderer im Wald

Mit einem kleinen Liedchen auf den Lippen ist eine Wanderung schneller vorbei, als man denkt. (Foto: ARochau / Fotolia.de)

 

O Täler weit, o Höhen

O Täler weit, o Höhen,
o schöner, grüner Wald,
du meiner Lust und Wehen
andächt’ger Aufenthalt.
Da draußen, stets betrogen,
saust die geschäft’ge Welt;
schlag noch einmal die Bogen
um mich, du grünes Zelt.

Wenn es beginnt zu tagen,
die Erde dampft und blinkt,
die Vögel lustig schlagen,
dass dir dein Herz erklingt:
Da mag vergehn, verwehen
das trübe Erdenleid,
da sollst du auferstehen
in junger Herrlichkeit.

Im Walde steht geschrieben
ein stilles, ernstes Wort
vom rechten Tun und Lieben
und was des Menschen Hort.
Ich habe treu gelesen
die Worte schlicht und wahr.
und durch mein ganzes Wesen
ward’s unaussprechlich klar.

Bald werd ich dich verlassen,
fremd in der Fremde gehn,
auf bunt bewegten Gassen
des Lebens Schauspiel sehn;
und mitten in dem Leben
wird deines Ernsts Gewalt
mich Einsamen erheben,
so wird mein Herz nicht alt.

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Das Rennsteiglied

Ich wandre ja so gerne am Rennsteig durch das Land,
den Beutel auf dem Rücken, die Klampfe in der Hand.
Ich bin ein lustger Wandersmann, so völlig unbeschwert,
mein Lied erklingt durch Busch und Tann, das jeder gerne hört.

Diesen Weg auf den Höhen bin ich oft gegangen
Vöglein sangen Lieder.
Bin ich weit in der Welt, habe ich verlangen,
Thüringer Wald nur nach Dir.

Durch Buchen, Fichten, Tannen so schreit ich in den Tag,
begegne vielen Freunden, sie sind von meinem Schlag.
Ich jodle lustig in das Tal, das Echo bringt’s zurück.
Den Rennsteig gibt’s ja nur einmal und nur ein Wanderglück.

 Diesen Weg auf den Höhen bin ich oft gegangen
Vöglein sangen Lieder.
Bin ich weit in der Welt, habe ich verlangen,
Thüringer Wald nur nach Dir.

An silber klaren Bächen sich manches Mühlrad dreht,
da rast ich wenn die Sonne so glutrot untergeht.
Ich bleib, so lang es mir gefällt und ruf es allen zu:
Am schönsten Plätzchen dieser Welt, da find ich meine Ruh.

Diesen Weg auf den Höhen bin ich oft gegangen
Vöglein sangen Lieder.
Bin ich weit in der Welt, habe ich verlangen,
Thüringer Wald nur nach Dir.

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O du schöner Westerwald

Heute wollen wir marschieren
einen neuen Marsch probieren
in dem schönen Westerwald
ja da pfeift der Wind so kalt.

Oh du schöner Westerwald
Über deine Höhen pfeift der Wind so kalt
jedoch der kleinste Sonnenschein
dringt tief in´s Herz hinein

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Auf, auf, ihr Wandersleut

Auf, auf, ihr Wandersleut,
Zum Wandern kommt die Zeit!
Tut euch nicht lang verweilen,
In Gottes Nam’n zu reisen!
Das Glück, das laufet immer fort
An einen andern Ort.

Ihr lieben Eltern mein,
Ich will euch dankbar sein.
Die ihr mir habt gegeben
Von Gott ein langes Leben,
So gebet mir zu einer Speis‘
Den Segen auf die Reis‘!

Wenn Tau vom Himmel fällt,
Dann reis‘ ich in die Welt.
Die Vöglein in der Höhen,
Wenn sie vom Schlaf aufstehen,
Da singen sie zu meiner Freud:
Lebt wohl, ihr Wandersleut!

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Auf, du junger Wandersmann

Auf, du junger Wandersmann,
Bald schon kommt die Zeit heran,
Die Wanderszeit die gibt uns Freud.
Woll’n uns auf die Fahrt begeben,
Das ist unser schönstes Leben,
Große Wasser, Berg und Tal,
Anzuschauen überall.

An dem schönen Donaufluss
Findet man so seine Lust
Und seine Freud auf grüner Heid.
Wo die Vöglein lieblich singen
Und die Hirschlein fröhlich springen
Dann kommt man vor eine Stadt,
Wo es gute Arbeit hat.

Mancher hinterm Ofen sitzt
Und gar fein die Ohren spitzt,
Kein Stund‘ vors Haus ist kommen aus.
Den soll man als G’sell erkennen
Oder gar ein Meister nennen,
Der noch nirgends ist gewest,
Nur gesessen in sei’m Nest?

Mancher hat auf seiner Reis‘
Ausgestanden Müh und Schweiß
Und Not und Pein. Das muss so sein.
Trägt’s Felleisen auf dem Rücken
Trägt es über tausend Brücken,
Bis er kommt nach Innsbruck ’nein,
Wo man trinkt Tiroler Wein.

Morgens wenn der Tag angeht
Und die Sonn‘ am Himmel steht
So herrlich rot wie Milch und Blut
Dann ihr Brüder lasst uns reisen
Unserm Herrgott Dank erweisen
Für die schöne Wanderzeit
Hier und in die Ewigkeit.

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Bergvagabunden

Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen, steigen dem Berggipfel zu,
in unsern Herzen brennt eine Sehnsucht, die lässt uns nimmermehr in Ruh.
Herrliche Berge, sonnige Höhen, Bergvagabunden sind wir, ja wir.
Herrliche Berge, sonnige Höhen, Bergvagabunden sind wir.

Mit Seil und Haken alles zu wagen, hängen wir in steiler Wand.
Herzen erglühen, Edelweiß blühen, vorbei geht’s mit sicherer Hand.
Herrliche Berge, sonnige Höhen, Bergvagabunden sind wir, ja wir.
Herrliche Berge, sonnige Höhen, Bergvagabunden sind wir.

Fels ist bezwungen, frei atmen Lungen, ach, wie so schöön ist die Welt!
Handschlag, ein Lächeln, Mühen vergessen, alles aufs beste bestellt.
Herrliche Berge, sonnige Höhen, Bergvagabunden sind wir, ja wir.
Herrliche Berge, sonnige Höhen, Bergvagabunden sind wir.

Beim Alpenglühen heimwärts wir ziehen, Berge, die leuchten so rot.
Wir kommen wieder, denn wir sind Brüder, Brüder auf Leben und Tod.
Lebt wohl, ihr Berge, sonnige Höhen, Bergkammeraden sind treu, ja treu.
Lebt wohl, ihr Berge, sonnige Höhen, Bergkammeraden sind treu.

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Ich geh‘ durch einen grasgrünen Wald

Ich geh‘ durch einen grasgrünen Wald
Und höre die Vögelein singen.
Sie singen so jung, sie singen so alt,
Die kleinen Vögelein in dem Wald,
Die hör‘ ich so gerne wohl singen.

O sing‘ nur, singe, Frau Nachtigall!
Wer möchte dich, Sängerin, stören?
Wie wonniglich klingt’s im Widerhall!
Es lauschen die Blumen, die Vögel all‘
Und wollen die Nachtigall hören.

Nun muss ich wandern, bergauf, bergab,
Die Nachtigall singt in der Ferne.
Es wird mir so wohl, so leicht am Stab,
Und wie ich schreite hinauf, hinab:
Die Nachtigall singt in der Ferne!


Sarah Stehr


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