Besucht uns auch auf…

Superfoods sind derzeit in aller Munde – doch es müssen nicht immer die Exoten sein. Auch unsere regionalen Lebensmittel haben es richtig in sich. So auch Leinsamen, die mit reichlich Omega-3-Fettsäuren aufwarten und zudem unsere Verdauung auf Trab bringen können.

Leinsamen

 

Lein gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Aus den Fasern lassen sich Stoffe fertigen

Lein (auch Flachs) gehört zu den Leingewächsen (Linum usitatissimum), blüht zwischen Juni und August und wird etwa einen Meter hoch. Die Blüten sind kräftig blau gefärbt. Die Frucht besteht aus einer Kapsel, hier finden sich die bräunlich glänzenden Samen.

Sie enthalten die wertvollen Inhaltsstoffe. In der Schale stecken reichlich Schleimstoffe, Ballaststoffe und Öl. Dieses setzt sich zusammen aus Öl-, Linol- und Linolensäure. Wobei das letztere zu den wertvollen Omega-3-Fettsäuren zählt.

Durch die Öle und Schleimstoffe regen Leinsamen die Verdauung an, da sie im Darm aufquellen und zugleich für ein Art Schmiereffekt sorgen. Allerdings können diese Stoffe nur wirken, wenn die Schale aufgebrochen wurde. Ganze Leinsamen passieren unverändert den Verdauungstrakt. Deswegen lieber geschrotete Leinsamen verwenden. Diese sollten kühl und luftdicht gelagert werden, weil die wertvollen Fettsäuren sich rasch zersetzen.

Außerdem sollte man viel trinken, damit die Samen richtig aufquellen und wirken können.

Übrigens: Zwei Teelöffel Leinsamen pro Mahlzeit (z.B. übers Müsli gestreut) reichen vollkommen aus. Bei übermäßigem Verzehr (oder wenn Sie zu wenig trinken), könnten die Schleimstoffe im Darm verkleben.

Die Schleimstoffe, die den Schmiereffekt erzeugen, können zudem dafür sorgen, dass Wirkstoffe von Medikamenten nicht richtig aufgenommen werden. Deswegen sollte man Leinsamen und Medikamente nicht gleichzeitig zu sich nehmen, sondern mindestens zwei Stunden warten, bis man Arzneimittel einnimmt.

 

 

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.