Besucht uns auch auf…

Endlich wieder Erdbeerzeit! Schon der Anblick der großen, roten Früchte und der süße Duft, den sie verströmen, ist einfach zu verführerisch. Kein Wunder also, dass Erdbeeren zu den beliebtesten Obstsorten zählen und in vielen Gärten angebaut werden. Was wahrscheinlich viele nicht wissen: Bis Mitte des 18. Jahrhunderts mussten sich Erdbeerliebhaber mit den kleinen, wenn auch sehr aromatischen Früchten der heimischen Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) begnügen. Denn erst durch die zufällige Kreuzung zweier nach Europa eingeführter amerikanischer Arten, nämlich der Scharlach-Erdbeere (F. virginiana) und der Chile-Erdbeere (F. chiloensis), entstand die großfrüchtige Garten-Erdbeere (Fragaria x ananassa).

Frische Erdbeeren in einer Schale

Unsere großfrüchtigen Gartenerdbeeren verdanken wir einer zufälligen Kreuzung zwischen zwei amerikanischen Erdbeerarten

Alte Sorten, die bis heute vor allem in privaten Nutzgärten angebaut werden, stammen vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Zu den bekanntesten zählen ‘Königin Luise’ (von 1905), die Deutsche Gewürzerdbeere (von 1920) und ‘Mieze Schindler’ (von 1933). Bei Letzterer ist zu beachten, dass sie nur weibliche Blüten ausbildet und man daher für die Befruchtung immer eine zweite Sorte mit ins Beet pflanzen muss.

Nahaufnahme von Walderdbeeren, die an der Pflanze reifen

Die heimische Walderdbeere ist zwar sehr kleinfrüchtig, aber hoch aromatisch. Deswegen wurde sie bereits im Mittelalter in Gärten angepflanzt. Auf humosem Boden fühlt sie sich wohl. Foto: Irene Lehmann/MSL

Die großfrüchtigen Garten-Erdbeeren konnten die kleinen Wald-Erdbeeren aber nicht vollständig aus unseren Gärten verdrängen. Für sonnige bis halbschattige Flächen mit humosem Boden sind sie ein pflegeleichter und dekorativer Bodendecker, der zum Naschen einlädt. Aber vor allem ihre Unterart, die Monats-Erdbeere (F. vesca var. semperflorens), findet zunehmend mehr Freunde, denn sie beschenkt uns, beispielsweise als Beeteinfassung gepflanzt oder in Töpfen kultiviert, von Juni bis November mit Früchten.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Susann Hayn aus der Redaktion von Mein schöner Landgarten.


 

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