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Am Aschermittwoch ist bekanntlich ja „alles vorbei“. Gemeint ist die Fastnacht. Doch was hat es eigentlich genau mit dem Tag mit der Asche im Namen auf sich?

AschermittwochSeit dem 6. Jahrhundert ist der Aschermittwoch der Auftakt zur österlichen Fastenzeit, wobei das Fasten eine Vorbereitung auf Ostern darstellt. Kalendarisch ist das jedes Jahr der Mittwoch in der 7. Woche vor Ostern. Unter Einbeziehung von Karfreitag und Karsamstag und unter Ausschluß der Sonntage ergeben sich genau 40 Fastentage. Das hat seinen Grund: Denn der biblische Hintergrund für die Festsetzung der Fastenzeit auf 40 Tage und Nächte ist das ebenfalls 40-tägige Fasten Jesu in der Wüste. Weil die Büßer seit dem 10. Jahrhundert an diesem Tag mit Asche bestreut wurden oder ein Aschekreuz auf die Stirn gemalt bekamen, erhielt der Tag seinen Namen.

Die mittelalterlichen Fastenregeln erlaubten nur eine Mahlzeit am Tag, in der Regel am Abend. Der Verzehr von Fleisch, Milchprodukten, Alkohol und Eiern war verboten. Darauf geht übrigens die Tradition zurück, in den Fastnachtstagen Backwerk mit Zutaten wie Milch, Eiern, Zucker oder Schmalz herzustellen, wie etwa Krapfen, um diese verderblichen Vorräte aufzubrauchen.

Da Fleisch zu den verbotenen Speisen gehörte, waren es vor allem Gerichte mit Fisch, die auf den Tellern landeten. Auch heute läuten in vielerlei Gegenden Hering, Rollmops und Co. die enthaltsamen Tage ein. So zählt zum Beispiel Herings-Salat zu den weitverbreiteten Fasten-Speisen:

Heringssalat (Kramp+Goelling)

Heute wird das Fasten in vielerlei Hinsicht begangen. Statt Fasten könnte man auch „Verzicht“ sagen. Einige Menschen verzichten auf materielle und alltägliche Dinge, wie den Computer, das Auto oder teure Kleidung. In jedem Falle wird Asche eine eher unbedeutendere Rolle dabei spielen.


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