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Endlich geht es wieder los: Die ersten Fruchtgemüse könnt ihr ab Mitte Februar an einem hellen, gleichbleibend warmen Platz aussäen. Den Anfang machen Paprika, Peperoni und Chili. Im März folgt dann die Aussaat von Tomaten und Auberginen. Für Salat-Gurken und Zucchini ist der April empfehlenswert. Letztere kann aber auch gut ab Ende Mai direkt im Beet ausgesät werden. Vor allem Auberginen haben eine lange Entwicklungszeit, denn es dauert zwei bis vier Wochen bis die Sämlinge sprießen. Die Keimdauer liegt bei Tomaten dagegen bei rund zehn Tagen, bei Paprika je nach Sorte zwischen fünf Tagen und zwei Wochen. Bei Gurken müsst ihr euch zehn bis zwölf Tage, bei Zucchini sieben bis 14 Tage gedulden, bis ihr das erste Grün in den Töpfen entdecken werdet.

Jungpflanzen in Holzkiste

Die Aussaat von Fruchtgemüse macht Spaß und gibt einem die Möglichkeit, jedes Jahr neue Sorten auszuprobieren. Foto: Martin Staffler/MSG

Eine frühe Vorkultur auf der sonnigen Fensterbank, im Wintergarten oder im beheizten Gewächshaus hat den großen Vorteil, dass ihr bereits kräftige Pflanzen habt, wenn ihr sie ab Mitte Mai, also nach den Eisheiligen, in den Garten setzen könnt. Entsprechend zeitig fällt dann auch die Ernte aus – zum Beispiel könnt ihr die ersten Tomaten dann im Juli ernten. Die Kultivierung von Tomaten oder Paprika vom kleinen Samenkorn hin zur ausgewachsen Pflanze macht aber auch Spaß und lohnt sich vor allem für diejenigen von euch, die eine große Auswahl schätzen und gerne alte Sorten oder auch neue Züchtungen ausprobieren möchten – das Angebot an vorgezogenen Jungpflanzen in der Gärtnerei oder auf dem Markt umfasst in der Regel nur ein kleines Sortenspektrum.

Mit dem Finger wird der Tomatensamen in das Substrat gedrückt.

Bei der Aussaat werden je Presstopf ein Samen gelgt. Als Substrat verwendet man nährstoffarme Erde. Foto: Martin Staffler/MSG

Vor der Aussaat gebt ihr die Samenkörner für ein paar Stunden in lauwarmes Wasser, damit sie Feuchtigkeit aufnehmen und in der Erde schneller keimen. Die Samen legt ihr dann einzeln in kleine Töpfe oder Topfpaletten, die zuvor mit keimfreiem, nährstoffarmem Substrat gefüllt wurden. Die Erde wird dann leicht angefeuchtet, am besten geht das mit einer Sprühflasche. Eine hohe Luftfeuchtigkeit, die die Keimung fördert, entsteht, wenn man die Töpfe mit Klarsichtfolie oder transparenten Hauben abdeckt. Praktisch sind auch Mini-Gewächshäuser. Außerdem ist ein heller Standort wichtig und ausreichend Wärme. Paprika möchte Temperaturen zwischen 25–28 °C, für die anderen Fruchtgemüse genügen Keimtemperaturen von 22 bis 25 °C. Sind die Pflänzchen dem Keimblattstadium entwachsen, sind 18 bis 20 °C ideal. Bleiben die Temperaturen weiterhin hoch, regt das nur zu übermäßigem Längenwachstum an, die Pflanzen vergeilen.

 

Umgetopft wird erst, wenn die Jungpflanzen ihr Gefäß komplett durchwurzelt haben. Das neue Gefäß könnt ihr dann mit Tomaten- oder Gemüseerde befüllen. Mit solchen vorgedüngten Substraten sind die Gemüsepflanzen rund sechs Wochen mit allen nötigen Nährstoffen versorgt. Ab Mitte Mai könnt ihr sie dann in den Garten setzen. Wichtig ist, dass ihr die wohl behüteten Lieblinge zuvor abhärtet, also nach und nach an die raueren Bedingungen im Garten gewöhnt. Dann steht einer reichen Ernte von sonnengereiften Tomaten im Sommer nichts mehr im Wege.

Reife Rispentomaten an der Pflanze

Wer früh aussät, kann auch früh Tomaten ernten. Nichts ist leckerer, als vollreife, noch sonnenwarme Früchte.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Susann Hayn aus der Redaktion von Mein schöner Landgarten.

 


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