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Jetzt beginnt die Erntezeit für die winzigen Kraftpakete. Sie haben einen hohen Eiweißgehalt und enthalten neben den Vitaminen A, C und E auch Antioxidantien und Mineralien. Mit wenig Aufwand lassen sich die Mini-Körner kreativ in der Küche verwenden: Sie können auf Brot, im Joghurt, im Salat oder zum Garnieren von Gerichten verwendet werden. Wir haben ein paar einfache Ideen zusammen gestellt.

Brennnesselsammen Silke Schoenfelder

Geerntet werden die Samen von Mitte Juli bis in den Oktober hinein. Anfangs sind sie grasgrün und schmecken sehr mild. Färben sie sich gelblich, erhalten sie eine leicht nussige Note, die oft mit dem Geschmack von Leinsamen verglichen wird. Im Gegensatz zu den Blättern und Stängeln der Brennnesseln brennt die Berührung der Samenstände kaum. Es reicht daher meist aus, die ganzen Pflanzen mit Handschuhen zu pflücken; die abgeschnittenen Samenfäden lassen sich dann mit bloßen Händen weiterverarbeiten. Für die sofortige Verwendung werden die Samen vorsichtig von den dünnen Fäden gezupft oder der Einfachheit halber mit ihnen klein geschnitten.

Zur Aufbewahrung sollten die Brennesselsamen komplett getrocknet werden. Dafür werden die Samenfäden auf ein Tuch gelegt und für ein paar Stunden und in der Sonne oder in einem lichtdurchfluteten Raum liegen gelassen. Eine gute Alternative ist ein Dörrofen, der auf maximal 40 Grad erhitzt wird. Nach dem Trocknungsvorgang sieben, um die Samen von den Fäden zu trennen. Am besten in einem verschlossenen Glas in einem abgedunkelten Raum aufbewahren; so können sich die Samen bis zur nächsten Saison halten.

Brennnesselsammen Silke Schoenfelder

Für den Einstieg empfehlen wir euch, die Samen über das morgendliche Müsli zu streuen oder eine schnelle Brennnessel-Samen-Butter herzustellen. Dafür einfach eine Handvoll Samen mit etwa 100 g weicher Butter vermengen und nach Belieben salzen und pfeffern. Wer auf den Geschmack gekommen ist, mischt die Samen in (grüne) Smoothies, ins Pesto, in den Brot-Teig oder garniert damit einen Salat oder eine Gemüse-Quiche.

Brennnesselsammen Silke Schoenfelder
Guten Appetit!

Fotos: Silke Schönfelder


Ein Kommentar zu “Heimisches Superfood: Brennnessel-Samen

  1. Sehr informativer Beitrag. Von Brennnessel-Samen habe ich bis heute nichts gehört. Sind diese mehr zu den Gewürzen zu zuordnen? Zusammen mit einer Butter ist das bestimmt geschmacklich eine Bereicherung. Auf einen Müsli kann ich mir das nur schwer vorstellen. Da hilft nur ein. Ich muss mich auf die Suche nach Brennnesseln machen und es ausprobieren.

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