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Diese scharfe Knolle hat eine starke Wirkung: Ingwer ist die Heilpflanze des Jahres.

 

„Der Ingwer verleiht zum einen Speisen eine interessante fernöstliche Würze, zum anderen hat er ein erwiesenermaßen breites Wirkspektrum auf medizinischem Gebiet“, erklärt Konrad Jungnickel. Der Heilpraktiker ist Vorsitzender des Vereins zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus e.V., der die Auszeichnung jedes Jahr vornimmt.

Die scharfe Knolle Ingwer (Zingiber officinale) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Die natürliche Heimat der Ingwerpflanze ist nicht sicher belegt. Eventuell hat sie ihren Ursprung auf den pazifischen Inseln.

Altbewährte Heilpflanze

Bereits beim Philosophen Konfuzius war Ingwer hoch angesehen. Er soll die Heilpflanze bei Übelkeit auf Reisen eingenommen haben. Auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin spielt Ingwer eine große Rolle und wird bei Wassersucht, bei Zahnschmerzen und als Gegenmittel bei Pilzvergiftungen verwendet. Außerdem gelten die Blätter als verdauungsfördernd. In der indischen Medizinlehre Ayurveda wird zwischen Wirkungen des frischen Ingwers (z.B. bei Brechreiz) und des getrockneten Ingwers (z.B. bei Atemwegserkrankungen) unterschieden. Hildegard von Bingen (1098 – 1179) setzte Ingwer einem Abführtrank zu, da die Knolle sehr gut für die Verdauung sein soll.

Wertvolle Inhaltsstoffe

Die fruchtige Schärfe des Ingwers ist auf die Scharfstoffe Gingerole und Shogaole zurückzuführen. Gingerole sind in ihrer chemischen Struktur und ihrer Wirksamkeit dem Aspirin sehr ähnlich. Das heißt, sie hemmen die Aggregation von Thrombozyten (Zusammenlagerung von Blutplättchen), wodurch das Risiko von Blutgefäßverschlüssen (Thrombosen) und Arteriosklerose deutlich verringert wird. Gingerole wirken außerdem schmerzlindernd, helfen gegen Schwindel und Brechreiz und lindern auch Reiseübelkeit.
Zudem enthalten die Knollen ätherisches Öl, Vitamin C, Magnesium, Eisen, Calcium, Kalium, Natrium und Phosphor. Besonders in den vergangenen Jahren hat Ingwer auch bei uns eine zunehmende Bedeutung erlangt: Sein ätherisches Öl wirkt desinfizierend und virushemmend.

Ingwer pur, Ingwerwasser, Ingwertee

Ingwer wird in dünnen Streifen geschnitten pur zu Sushi und anderen asiatischen Fischgerichten serviert. Wagemutige können die Heilpflanze auch pur in kleinen Portionen verzehren. Zudem gibt es Ingwer in getrockneter und kandierter Form als kleinen Snack zwischendurch. Sehr beliebt ist Ingwerwasser, wobei man einfach dünne und geschälte Streifen von der Knolle mit heißem Wasser überbrüht. Im Handel erhältlich sind auch fertige Ingwer-Teebeutel. Wer mag, kann den Tee mit Zitronensaft und Honig verfeinern.


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