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Ob Bemalte Eier und der Osterhase, prasselndes Feuer oder ein Ritt von Dorf zu Dorf – zu Ostern gibt es viele Traditionen und Bräuche, die gepflegt werden.

Viele der Oster-Bräuche gehen auf heidnische Riten zurück, die eng mit dem Wiedererwachen der Natur im Frühling im Zusammenhang stehen. Sie wurden in das christliche Fest integriert und umgedeutet. Zu den bekanntesten gehört der Osterhase. Schriftliche Quellen besagen, dass der Hase seit dem 18. Jahrhundert die Eier für die Kinder bringt. Zunächst wurde die Mär vom Osterhasen in der Schweiz und in Süddeutschland verbreitet. Warum gerade das Langohr der Gabenbringer sein soll, lässt sich nur vermuten: Der Hase gilt seit jeher als Sinnbild der Fruchtbarkeit, ebenso wie die Eier, die er für die Kinder bemalt und im Garten versteckt.

Ein weiterer Brauch sind Osterfeuer. Mit den lodernden Flammen hoffte man in vorchristlicher Zeit den Winter zu vertreiben und die Asche, die auf die Felder gestreut wurde, sollte deren Fruchtbarkeit sichern. Seit dem Mittelalter wird das Osterfeuer, eingebunden in den christlichen Ritus, am Karsamstag vor Beginn des nächtlichen Gottesdienstes, der Auferstehungsmesse, entzündet. Vom Priester gesegnet wird es dann mit der entzündeten Osterkerze in die dunkle Kirche getragen. Aber auch als weltlicher Volksbrauch war das Osterfeuer schon Mitte des 16. Jahrhunderts bekannt und ist bis heute in vielen Dörfern ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt.
Das Osterreiten ist in der Oberlausitz ein alter sorbischer Brauch. Am Ostersonntag reiten die Männer, gekleidet in Frack und Zylinder, ins Nachbardorf, um dort die Auferstehung Christi zu verkünden.

Eine sehr junge Tradition haben dagegen die Osterbrunnen im süddeutschen Franken, denn man findet sie erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts – auch wenn gerne behauptet wird, die Dekoration der dörflichen Wasserstellen hätte heidnische Wurzeln. Am Karsamstag werden für etwa zwei Wochen die Brunnen in vielen fränkischen Gemeinden mit handbemalten Eiern und grünen Girlanden geschmückt. Zunehmend findet der Brauch auch außerhalb der Fränkischen Schweiz als touristische Attraktion Anklang. Schließlich sollen mit Ostereiern behängte Sträucher und Zweige die wieder erwachende Natur symbolisieren und diese feiern.


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