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Mit ihrem fruchtig-sauren Geschmack bringen die Stangen Frische auf den Teller. Das Gemüse wird meist mit Zucker zubereitet, harmoniert aber auch wunderbar mit herzhaften Gerichten

Foto: Shutterstock/ photogal

Rhabarber ist zusammen mit Spargel das erste Gemüse, das sich der Frühlingssonne entgegenreckt und frisch auf dem Markt oder im Bauernladen angeboten wird. Je nach Witterung bekommt ihr die heimischen Sorten ab etwa Anfang April zu kaufen. Doch die Saison ist kurz: Spätestens am 24. Juni (Johannistag) ist meist Schluss.
Rhabarber hat eine grüne bzw. rötliche Schale, das Fruchtfleisch ist überwiegend grünlich. Meist schmeckt der rote Rhabarber etwas süßer als der grüne.
Frische Ware könnt ihr an festen Stangen und leicht feuchten Schnittstellen erkennen. Am besten ist es natürlich, wenn ihr das Gemüse sofort verarbeitet, z.B. in Desserts und Bowlen oder zu Sirup.

In ein feuchtes Tuch eingeschlagen halten sich die Stangen etwa drei bis fünf Tage im Gemüsefach des Kühlschranks. Um die Saison etwas zu verlängern, könnt ihr die rohen, geputzten Stangen auch klein schneiden und portionsweise einfrieren – so könnt ihr das süß-herbe Gemüse bis zu einem halben Jahr im Gefrierschrank aufbewahren.

Rhabarber enthält viel Kalium, Vitamin C sowie Vitamin K, das eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielt sowie am Knochenaufbau beteiligt ist.
Allerdings weist das süß-säuerliche Frühlingsgemüse einen sehr hohen Oxalsäure-Gehalt auf. Die chemische Verbindung ist, wenn man sie in größeren Mengen zu sich nimmt, für den Menschen giftig. Besonders hoch ist die Konzentration in den Blättern. Diese dürfen daher nicht gegessen werden. Von den Stangen müsst ihr die Wurzelansätze abschneiden sowie, je nach Sorte, die Schale abziehen. Jungen sogenannten Himbeerrhabarber könnt ihr mit Schale verarbeiten.

Foto: Shutterstock/ Jean-Louis Vosgien

In jedem Fall müssen die Stangen vor dem Verzehr gegart werden. Dabei verringert sich der Oxalsäure-Gehalt, so dass ihr den Rhabarber ohne Bedenken genießen könnt – in Maßen versteht sich.

 

Putenrouladen auf geschmortem Rhabarber

Foto: Deutsches Geflügel

Für ca. 4 Portionen

Für den Rhabarber
• 400 g schmaler Rhabarber
• 2 EL Honig
• 1 Sternanis
• Saft von 1 Limette
• 75 ml trockener Weißwein
• 3 EL Grenadinesirup
• 1 TL Speisestärke

Für das Fleisch
• 1 Bund Salbei
• 125 g getrocknete Tomaten
• 8 Putensteaks (à ca. 100 g)
• Salz, Pfeffer aus der Mühle
• 1 EL Öl

Den Rhabarber putzen, schälen und in ca. 5 cm lange Stücke schneiden. Den Honig in einer Pfanne schmelzen, Rhabarber und Sternanis darin andünsten, mit Limettensaft, Wein sowie Sirup ablöschen und alles ca. 3 Minuten bei milder Hitze köcheln lassen. Dann den Sternanis entfernen.
Die Rhabarberstücke mit einer Schaumkelle aus dem Sud heben und in eine flache Form geben. Die Speisestärke etwas kaltem Wasser anrühren und den Sud damit binden. Nochmals aufkochen, über die Rhabarberstücke geben und auskühlen lassen.
Für die Füllung den Salbei abbrausen und gut trocken schütteln. Die Blätter von den Stielen zupfen und fein hacken. Die Tomaten ebenfalls fein hacken und mit dem Salbei vermengen.
Die Putensteaks abbrausen, trocken tupfen und flach klopfen. Dann gleichmäßig mit der Salbei-Tomaten-Mischung belegen. Das Fleisch zu Rouladen aufrollen und mit einem Spieß fixieren. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit etwas Öl einpinseln.
Das Öl erhitzen, die Rouladen rundum scharf angrillen und bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten fertig grillen. Das Fleisch mit dem geschmorten Rhabarber servieren.

Noch mehr Rezepte mit Rhabarber findet ihr in der aktuellen „meine gute Landküche“-Ausgabe.


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2 Kommentare zu “Rhabarber weckt Frühlingsgefühle

  1. hallo, danke für die info zu rhabarber. ihr habt hier auch ein foto mit apfel/rhabarbersirup – wo finde ich bitte das rezept dazu?
    vielen dank und liebe grüße
    gertraud

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