Besucht uns auch auf…

Wir lieben das Landleben, die Natur und Tradition – genau wie Ihr: unsere “Mein schönes Land-Leser”. Jedes Mal sind wir hellauf begeistert, wenn Ihr uns an dieser Liebe teilhaben lasst. Nun möchten wir diese Begeisterung weitergeben. Denn Eure köstlichen Rezepte, Eure traumhaften Fotos, Eure kreativen Dekoideen oder Euer traditionelles Handwerk sind so inspirierend, dass sie alle sehen sollten. Unsere Leserin und begeisterte Bandweberin, Patricia Martin, stellt sich uns und ihre Leidenschaft vor.

BAND_BLOG8._Aufmacher

1. Wer bist du und was machst du?Patricia Marrin

Ich bin Patricia Martin, 60 Jahre, geboren in München. Ich habe zwei Kinder, das eine macht mich in wenigen Tagen zur Oma. Ich lebe mit meinem Lebensgefährten seit 3 Jahren auf dem Land in einem renovierten Bauernhaus, das 1922 gebaut wurde. Wir erleben das Landleben mit allen Vor- und Nachteilen, d.h. wir haben einen wunderschönen Garten, den wir quasi aus dem Nichts erschaffen haben, dafür ist der Misthaufen aber auch genau daneben :-). Beruflich bin ich voll eingespannt als Leiterin der Auftragsbearbeitung in einem mittelständischen Unternehmen.

2. Wie lässt du dich vom Landleben inspirieren?
Seit wir am Land leben, haben sich all meine Hobbies vervielfältigt. Hauptsächlich ist da natürlich der Garten, mit dem ich mir endlich meinen Lebenstraum erfüllt habe. In diesem vierten Sommer, den ich hier erlebe, ist er nun richtig schön gewachsen und vieles kommt von ganz allein. Ich finde es wunderbar, meine Färbepflanzen im eigenen Garten zu ernten. Aber nicht nur dort, die ganze Umgebung bietet vom Frühjahr bis zum Herbst vielfältiges Material zum Färben. Beim Laufen oder Radeln kommen die Ideen für alle meine Handarbeiten. Alles um mich herum regt zum Basteln, Dekorieren, Färben usw. an. Das Haus bietet so viel Platz, dass ich mir eine Färbeküche und ein Arbeitszimmer einrichten konnte. Beim Färben und Weben entspanne ich mich von der anstrengenden Arbeit am PC im Büro.

3. Wie bist du auf das Färben und Weben gekommen?

Mir gefällt die Begeisterung und das Interesse der Kinder, wenn ich auf Märkten meinen Webrahmen dabei habe. Handarbeiten ist wieder „in“ und das finde ich schön. Auf das Bandweben bin ich durch Umwege gekommen. Wir haben an Mittelaltermärkten teilgenommen und ich suchte eine mittelalterliche Technik zum Vorführen.

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Ein Strang gefärbter Wolle, den ich von einer Freundin kaufte, war der Anlass, mich 2009 mit dem Färben zu beschäftigen. Es machte bald sehr viel Spaß. Ich produzierte bunte Garne in Hülle und Fülle. Irgendwann beschloss ich dann, diese auch selber zu verarbeiten. Ich brachte mir mühsam das Brettchenweben bei, bin dabei aber nie über die einfachen Muster hinausgekommen. Immer wieder durfte ich Freunden über die Schulter sehen, die selbst weben. Dann besorgte ich mir einen Webkamm, die notwendige Literatur und fing mit dem Kammweben an. Das war im Frühjahr 2013.

Schon nach kurzer Zeit war ich auch danach süchtig. Ich „male“ jeden Abend mit meinem Schiffchen bunte Muster, muss mich konzentrieren und vergesse dabei die Hektik und den Stress des Tages. Ich komme runter und nebenbei entsteht noch etwas Schönes. Mittlerweile hat mir mein Lebensgefährte vier Webrahmen gebaut und etliche Schiffchen. Auf jedem Rahmen befindet sich anderes Garn und Muster. Als ich den Bericht in Eurer schönen Zeitschrift fand, war ich wie elektrisiert. Ich fühlte mich mit Gabriele Martin gleich seelenverwandt. Der Bericht und die Bänder von Frau Martin haben mich zu völlig neuen Ideen inspiriert, ich habe sofort neue Muster und Farben ausprobiert, gleich Kontakt mit ihr aufgenommen und mir außerdem zwei Kämme bei ihr bestellt.

Das war wirklich ein Glücksfall, dass ich mir diese Ausgabe von „Mein schönes Land“ gekauft habe!
Mein Tipp für die Verarbeitung der Borten: Aus einem Teil meiner Bänder habe ich Dirndlketten (in Bayern sagt man Kropfbänder) und Armbänder gemacht.

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Und dann hast du uns noch einen Tipp zum Thema „Färben mit Stockrosen“ mitgebracht…

Genau, denn ich bin immer wieder begeistert, wenn ich in „Mein schönes Land“ Küchenrezepte zu den Pflanzen finde, mit denen ich sonst nur färbe. So z.B. der leckere Löwenzahnsirup, den ich sofort ausprobiert habe. Oder der schöne Bericht über die schwarzen Stockrosen und deren Verwendung. Dieses Jahr habe ich an Ostern auch Eier mit schwarzen Stockrosen gefärbt:

  • dazu überbrüht man eine Handvoll Blüten mit kochendem Wasser,
  • lässt das Ganze 5 Minuten ziehen und siebt es danach ab;
  • in den Sud habe ich vorsichtig 3 Eier gegeben und diese 10 Minuten gekocht, fertig sind die Eier, die eine schöne zarte hellblaue Farbe angenommen haben.

Übrigens: Wer mehr über Patricia und ihr kreatives Leben auf dem Land erfahren möchte, kann auch gern einen Blick auf ihren Blog: www.sigrunsfarben.de werfen. Viel Spaß dabei!

Ihr kocht, backt, bastelt oder fotografiert gerne? Ihr lebt auf einem wunderschönen Bauernhof, habt einen prächtigen Garten oder betreibt ein traditionelles Handwerk? Möchtet Ihr das mit den anderen “Mein schönes Land-Lesern” teilen. Dann würden wir uns freuen, wenn Ihr uns über unser Kontaktformular oder an landpost@burda.com schreibt.


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