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Der zweite Beitrag unseres großen Wander-Extras führt uns nach Brandenburg. Etwa 80 Kilometer von Berlin entfernt liegt hier der malerische Naturpark Schlaubetal.

Wandern im Schlaubetal

Die Wanderwege führen entlang malerischer Flüsse und Seen (Foto: Korinna Lerche)

 

Naturpark Schlaubetal

Der Naturpark Schlaubetal liegt südöstlich von Berlin am äußersten Rand von Deutschland inmitten des Seenlandes Oder-Spree. Er umfasst eine Fläche von 22700 Hektar. Geprägt ist der Naturpark vor allem von den Tälern der Flüsse Schlaube, Dorche, Oelse und Demnitz, die wildromantisch und fast unberührt wirken. Wer Stille und Abgeschiedenheit sucht, ist in dieser Region genau richtig!

Weite Laubwälder, idyllische Naturseen, Sumpf- und Wiesenlandschaften und das malerische Schlaubetal machen die Region zu einem abwechslungsreichen Naherholungsgebiet mit einer reichen Artenvielfalt. So wurden hier über 1000 Pflanzenarten nachgewiesen. Für Vogelfreunde gibt es im Naturpark ebenfalls einiges zu entdecken: Fast 200 Vogelarten wie See- und Fischadler, Uhu, Eisvogel, Schwarzstorch und Schreiadler fühlen sich hier zuhause. Und wer Schmetterlinge liebt, kommt hier voll auf seine Kosten, denn es flattern 700 Großschmetterlingsarten im Naturpark umher.

Die Schlaube, der Namensgeber des Naturparks, ist nicht nur einer der schönsten Bachläufe Brandenburgs, sondern bietet Wanderern und Naturbegeisterten auch einige interessante und gut ausgebaute Wanderstrecken.

Im Norden mündet die Schlaube in den Großen Müllroser See, der gemeinsam mit dem Kleinen Müllroser See und dem Katharinensee das kleine Städtchen Müllrose einrahmt. Hier sind nicht nur die zahlreichen Seepromenaden und die feinsandigen Strandbäder sehenswert, der historische Ortskern lädt geradezu zum Bummeln und Verweilen ein.

Wandern im Naturpark Schlaubetal

„Mühlenwanderweg“

Beim Mühlenwanderweg ist der Name Programm: Entlang der Schlaube befinden sich nämlich zahlreiche alte Mühlen, die zur Besichtigung einladen. In einigen von ihnen kann man auch einkehren und in idyllischem Rahmen sein Päuschen genießen.

Wandern im Schlaubetal

Alle Wanderwege im Schlaubetal sind gut beschildert. (Foto: Korinna Lerche)

  • Start/Ziel: Großer Müllroser See, 15299 Müllrose
  • 82,5 km Länge, unterteilt in 5 Etappen
  • 887 Höhenmeter

Etappe 1: Müllrose – Siehdichum (13,5 km)

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Forsthaus Siehdichum: Essen mit Blick auf den Hammersee. Im Angebot ist regionale Brandenburger Küche. Insgesamt 9 Zimmer und 1 Appartement. Kontakt: Tel. 03 36 55 21 0, www.forsthaus-siehdichum1.de

Restaurant und Café Kupferhammer: Wo früher Altkupfer verarbeitet wurde, liegt heute mitten in der Natur das Gasthaus. Auf der Speisekarte steht gutbürgerliche Küche – genau das Richtige bei einer Wanderung. Kontakt: Tel. 03 36 55 72 8, www.gaststaette-kupferhammer.de

Etappe 2: Siehdichum – Wirchensee (15 km)

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Waldseehotel Wirchensee: Regionale und saisonale Küche direkt am Wirchensee. Verschiedene Zimmer und Ferienhäuser. Kontakt: Tel. 03 36 73 66 0, www.hotel-wirchensee.de

Wandern im Schlaubetal

Das Plätschern von Wasser ist ein ständiger Begleiter im Schlaubetal (Foto: Korinna Lerche)

Etappe 3: Wirchensee – Neuzelle (16 km)

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Landhotel Kummerower Hof: Der Familienbetrieb bietet 16 Doppelzimmer. Im hoteleigenen Restaurant kommen zum Beispiel fangfrische Forellen, Wild vom benachbarten Jäger und andere regionale Spezialitäten auf den Tisch. Kontakt: Tel. 03 36 52 81 10, www.bierbad.de

Etappe 4: Neuzelle – Kieselwitz (13 km)

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Kieselwitzer Stübchen: Gemütliche Pension mit 3 Doppelzimmern. Kontakt: Tel. 03 36 54  49 27 7, www.kieselwitzerstuebchen.de

Etappe 5: Kieselwitz – Müllrose (25 km)

Den ersten Teil der Tour läuft man auf dem „Schlaubetal-Wanderweg“. Die Wanderung führt vom malerischen Städtchen Müllrose, dem „Tor zum Schlaubetal“ entlang der Schlaube bis zum Wirchensee. Idyllisch schlängelt sich der kleine Bach durch das Tal, immer wieder unterbrochen von kleineren Seen. Mal durchkehrt man sumpfige Wiesen, mal dichtes Gebüsch und mal Wälder. Scheinbar hinter jeder Kurve verändert sich die Landschaft ein bißchen. Das macht die Strecke sehr abwechslungsreich.

Entlang der Schlaube kann man mehrere alte Mühlen bestaunen, deren Geschichte teils bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. In der „Bremsdorfer Mühle“ lädt ein kleiner Gastronomiebetrieb zur Rast ein. Auf dem Gelände der „Kieselwitzer Mühle“ befindet sich heute ein Fischaufzucht. Die einzige mit noch funktionierender Mühlentechnik ist die „Ragower Mühle“.

Der „Schlaubetal-Wanderweg“ macht etwa 20 Kilometer des „Mühlenwanderweges“ aus. Aber auch danach gibt es noch vieles zu entdecken. So schließen an den Rundwanderweg mehrere Naturlehr- und Naturerlebnispfade an. Der gesamte Rundwanderweg hat die Form einer Acht – so läuft man immer neue Wege durch Felder, Wiesen, Wälder und Schluchten. Das blaue Mühlenrad auf weißem Grund markiert die Tour.

„Tor zum Schlaubetal – Rund um den Müllroser See“

Der Müllroser See ist das größte stehende Gewässer im Naturpark Schlaubetal. Bei der Umrundung des circa 3 Kilometer langen Sees bieten sich immer wieder neue Ausblicke auf die umgebende Naturlandschaft.

Blick über den Großen Müllroser See

Blick über den Großen Müllroser See (Foto: Korinna Lerche)

  • Start/Ziel: Marktplatz, 15299 Müllrose
  • 9 km Länge

Die Wanderung startet auf dem Marktplatz von Müllrose. Ein gelber Punkt auf weißem Grund markiert den Streckenverlauf. Vorbei an der ältesten Mühle des Schlaubetals, die zugleich die größte produzierende Getreidemühle Brandenburgs ist, geht es in Richtung Seeallee. Sobald man das Ufer erreicht hat, heißt es den tollen Ausblick über den ganzen See genießen. Weiter geht es vorbei am Katharinensee und am Seeschlösschen zur Schlaubebrücke an der südlichen Seespitze, wo die Schlaube in den See mündet. Wer gerne einen kleinen Abstecher machen möchte: Ganz in der Nähe befindet sich eine alte Begräbnisstätte aus der Bronzezeit.

Die Westseite des Sees, auf der es zurück nach Müllrose geht, ist gesäumt mit schönen Laub- und Mischwäldern. Immer wieder bieten sich während der Wanderung reizvolle Blicke über den See. Da die Strecke kaum Steigungen hat, ist sie auch für Kinder gut geeignet.

Einkehrmöglichkeiten:
Haus Katharinensee: Idyllisch gelegenes Hotel mit Restaurant direkt am Katharinensee.
Kontakt: Tel. 03 36 06 85 53 0, www.haus-katharinensee.de

Weitere Infos zum Naturpark Schlaubetal und seinen Wanderwegen bekommt Ihr hier:

Tourismus-Marketing Schlaubetal e.V.
Kietz 7, 15299 Müllrose
info@schlaubetal-tourismus.de
www.schlaubetal-tourismus.de


Sarah Stehr


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