Besucht uns auch auf…

Die Wanderung ist endlich geschafft! Jetzt sind wir zwar glücklich und beseelt von all den tollen Eindrücken, die wir am Tage sammeln konnten, gleichzeitig macht sich aber auch die Erschöpfung breit. Die Beine sind schwer und die Füße – endlich von den Wanderschuhen befreit – sind geschwollen. Die Insektenstiche fangen an zu jucken und der Sonnenbrand macht sich auch langsam bemerkbar. Jetzt heißt es: Auskurieren! Und das geht am besten mit unseren Tipps aus der Wander-Heilkunde.

Zuviel Sonne abbekommen? Das hilft:

Bei einer längeren Wanderung kann es schon mal passieren, dass man einen Sonnenbrand bekommt. Wie stark die Sonneneinstrahlung tatsächlich ist, wird oft unterschätzt und auch die vielen neuen Eindrücke und die schöne Landschaft lenken den Wanderer leicht ab. Wenn man aber merkt, dass die Haut sich zu röten beginnt und anfängt zu brennen und zu spannen, kann man sich mit Lavendelöl Linderung verschaffen.

Rotes Lavendelöl

Rotes Lavendelöl mit Lavendelblüten

Die milden ätherischen Öle des Lavendels helfen bei Sonnenbrand. (Foto: Irene Lehmann)

Das milde ätherische Öl des Lavendels eignet sich besonders gut zur Behandlung von Verbrennungen. Denn es ist entzündungshemmend, schmerzlindernd und hilft den verbrannten Zellen dabei, sich schnell wieder zu regenerieren. Zudem pflegt es die Haut. In Verbindung mit Olivenöl beruhigt es die Haut und mildert den Juckreiz. Lavendelöl ist aber so mild, dass es bei stärkeren Verbrennungen auch pur auf die Haut aufgetragen werden kann.

Zutaten:

  • 1 Handvoll Johanniskraut (Blätter, Blüten, Samenkapseln)
  • 200ml Olivenöl
  • 1 dunkles Glas
  • 5ml ätherisches Lavendelöl

1. Das Johanniskraut zusammen mit dem Olivenöl in ein Glas füllen.

2. Das Behältnis unverschlossen in die Sonne stellen.

3. Anschließend wird die Mischung gefiltert.

4. Zum Schluss das Lavendelöl dazugeben und gut vermischen. Kühl und dunkel aufbewahrt hält das Öl ein Jahr.

Übrigens: Rotes Lavendelöl hilft auch wunderbar bei Muskelkater und geschwollenen Füßen. Man kann entweder ein paar Tropfen der Tinktur in ein kühlendes Fußbad geben oder das Öl in die lädierten Körperzonen einmassieren.

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Heilkräftige Tees:

Kiste mit heilkräftigen Teesorten.

Die Palette der heilkräftigen Teesorten ist groß. (Foto: Irene Lehmann)

Ob bei Sonnenbrand oder Insektenstichen: Viele Tees können solch unangenehmen Folgen einer Wanderung lindern. Schwarztee, Kamille und Zaubernuss enthalten entzündungshemmende Wirkstoffe. Pfefferminztee punktet zusätzlich zu den Gerbstoffen noch mit kühlendem Menthol und Flavonoiden. Und die in Malven und Ringelblumen enthaltenen Schleimstoffe legen sich wie ein Schutzfilm über die Haut.

Zubereitung:

Pro Tasse werden 1 EL frisches oder 1 TL getrocknetes Kraut mit 150 ml kochendem Wasser vermischt. Anschließend muss der Tee 10 Minuten ziehen. Eine Ausnahme bildet der Schwarztee. Damit sich die im Kraut enthaltenen Gerbstoffe lösen, sollte dieser 15 Minuten ziehen. Danach den Tee abkühlen lassen, ein leichtes Baumwolltuch in die Flüssigkeit tauchen und auf die betroffenen Hautpartien legen.

 

 


Sarah Stehr


Ein Kommentar zu “Wander-Heilkunde: Zum Auskurieren

  1. Bitte daran denken, das Johanniskraut die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht :-)

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