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Der Krauskopf unter den Kohlsorten ist ein echtes Multitalent. Er schmeckt herrlich mild, ist gesund und lässt sich vielfältig zubereiten wenn man mit ihm richtig umzugehen weiß

Wirsing Kohlkopf

 

Das fängt beim Einkauf an: Frische Köpfe erkennt ihr daran, dass die Blätter knackig sind und rascheln, wenn ihr das Gemüse schüttelt. Herbst- und Wintersorten haben dunkelgrüne, feste Blätter und schmecken würziger als der hellgrüne, milde Früh- und Sommerwirsing. Herbst- und Winterwirsing könnt ihr im Kühlschrank gut eine Woche aufbewahren, Sommersorten maximal drei Tage.

Wie alle Mitglieder der Kohlfamilie kann auch Wirsing blähend wirken. Mit (gemahlenem) Kümmel-, Fenchel- oder Anissamen lässt sich das abmildern: Die in den Samen enthaltenen ätherischen Öle entspannen die Magenmuskulatur und fördern die Verdauung. Wer den typischen Geruch beim Kochen nicht mag, gibt etwas Essig, Zwiebelscheiben oder ein Lorbeerblatt ins Kochwasser.

 

Das Gemüse ist eiweiß- und ballaststoffreich und versorgt uns unter anderem mit B-, C- und E-Vitaminen, Folsäure, Kalzium Zink und Eisen. Senföle, die für den typischen Kohlgeschmack sorgen, stärken das Immunsystem und können den Cholesterinspiegel senken. Doch Vorsicht vor dem Verzehr größerer Mengen: Wirsing enthält relativ viel Nitrat, das sich im Körper zu krebserregendem Nitrit umwandeln kann. Insbesondere bei Babynahrung sollte man deshalb mit dem Gemüse vorsichtig sein.

Für Rohkost oder Gemüsegerichte die äußeren Blätter entfernen, den Kopf vierteln oder achteln, den Strunk herausschneiden und die Stücke je nach Rezept z.B. in Streifen schneiden, dann abbrausen und in wenig Salzwasser je nach Größe 5 bis max. 15 Minuten garen. So bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten.
Auch als „Verpackung“ sind die Blätter genial: Sie lassen sich leicht vom Kopf abtrennen und z.B. zu Rouladen verarbeiten. Ein Rezept für würzige Wirsingröllchen findet ihr am Ende des Beitrags.

Übrigens: Wer keinen ganzen Kohlkopf benötigt, kann Wirsing prima einfrieren. Dafür den Kohl putzen, in Streifen schneiden, abbrausen, blanchieren und in gefriergeeignete Boxen oder Beutel füllen.

 

Wirsingröllchen mit geräuchertem Lachs

Für ca. 4 Portionen
• 1 kleiner Wirsing
• Salz
• 250 g Quinoa (z. B. Müller’s Mühle)
• 1,1 l Gemüsebrühe
• 80 g geräucherter Lachs
• 100 g Frischkäse
• 2 TL gehackter gemischte, gehackte Kräuter (z. B. Petersilie, Thymian, Schnittlauch)
• Pfeffer
• 4 EL Öl
• 2 EL Crème fraîche
• 1–2 EL mittelscharfer Senf
• 1 EL gehackter Thymian
• 2 EL Soßenbinder

8 Kohlblätter lösen. In kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten blanchieren, dann abtropfen lassen. Quinoa abbrausen und in ca. 500 ml Brühe ca. 20 Minuten zugedeckt köcheln. Anschließend ca. 5 Minuten quellen lassen.
Den Lachs in Streifen schneiden. Mit 200 g Quinoa, Frischkäse und Kräutern vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Je 2 Kohlblätter aufeinanderlegen, mit etwas Quinoa-Frischkäse-Masse bestreichen, aufrollen und mit Küchengarn zusammenbinden. Die Röllchen in 2 EL Öl anbraten. Dann 300 ml Brühe angießen und die Wirsingröllchen zugedeckt ca. 20–30 Minuten schmoren lassen.
Inzwischen den übrigen Wirsing abbrausen, putzen und in Streifen schneiden. Den Wirsing im übrigen Öl andünsten, dann die übrige Brühe angießen und den Kohl zugedeckt ca. 10–15 Minuten garen. Die Röllchen aus der Pfanne nehmen und warm halten.
Crème fraîche, Senf und Thymian in die Soße rühren. Die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Soßenbinder andicken.
Den übrigen Quinoa mit dem Wirsinggemüse erhitzen und auf Tellern verteilen. Die Wirsingröllchen darauf anrichten.


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